Vorstellungen am Freitag und am Samstag

92 Kinder beim Projekt „Kinder machen Zirkus“ auf dem Frankenberger Burgberg  

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Teller mit einem Stab jonglieren: Daran haben viele Teilnehmer des Zirkusprojekts Spaß. Die Kinder werden von 25 Ehrenamtlichen betreut.

Frankenberg. Sie balancieren auf einem Seil und Gymnastikbällen, machen Figuren am Trapez und jonglieren mit Tüchern: Die Teilnehmer des Projektes „Kinder machen Zirkus“ studieren verteilt auf dem Frankenberger Burgberg Nummern ein, die sie Freitag und Samstag einem Publikum präsentieren wollen.

Seit Montag arbeiten sie an ihrer eigenen Zirkusshow.

Der Burgberg gleicht einem Zeltlager. Auf der Wiese stehen mehrere Zelte, ein Kühlwagen, es gibt Waschbecken und einen Toilettenwagen. Auch ein Zirkuszelt ist aufgebaut. In Gruppen verteilt üben 92 Kinder für ihren großen Auftritt in der Manege.

Veranstaltet wird das Zirkusprojekt vom Fachdienst Jugend des Landkreises in Kooperation mit der Stadt Frankenberg und dem Zirkus Dobbelino. Es richtet sich an Kinder im Alter von acht bis 13 Jahren. Das Projekt findet seit 16 Jahren in Frankenberg statt – immer eine Woche vor den Sommerferien. Von Montag bis Freitag sind die Kinder von 9 bis 16.30 Uhr auf dem Burgberg. Täglich nehmen sie an Workshops teil, einer vor- und einer nachmittags.

Angeboten werden unter anderem Seiltanz, Jonglage, Akrobatik und Trampolinspringen. Die Kinder können aber auch ans Trapez gehen, auf einem Brett surfen, das auf einem Kunststoffrohr steht, oder zum Fakir werden.

Im Mittelpunkt stehen Bewegung und Balance. „Oft machen Kinder negative Erfahrungen im Sport, weil es immer ein Wettkampf ist“, sagt Zirkusdirektor Roman von Dobbeler. Beim Zirkusprojekt sei das anders: „Unser Ansatz ist spielerisch, wir machen viel Sport und es gibt keine Verlierer“. Der Zirkusdirektor ist mit Luftakrobatin Mathilde Clapeyron sowie den Clowns Frako und David Wegener nach Frankenberg gereist. Der Zirkus kommt aus Braunschweig.

Vom Projekt begeistert zeigen sich Margarita Gill von der Stadtjugendpflege Frankenberg und Noemi Kunze vom Jugendbildungswerk, sie sind bereits zum neunten Mal bei der Organisation dabei. „Hier im Zirkus haben die Kinder die Möglichkeit, spannende Bewegungserfahrungen zu machen. Sie können ihre Grenzen erproben“, sagt Kunze. „Es ist für jeden etwas dabei“, ergänzt Gill. Durch die Anerkennung der Zuschauer werde auch das Selbstvertrauen der Kinder gestärkt.

Das Projekt kostet 25 000 Euro. Die Kosten werden durch die Teilnehmerbeiträge, den Eintritt und Spenden sowie den Landkreis und die Stadt Frankenberg finanziert.

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