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Rosenthaler Parlament befasste sich erneut mit dem geplanten Solarpark

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Von: Susanna Battefeld

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Feld bei Rosenthal wo ein Solarpark geplant ist
Auf dieser Fläche am Ortsrand von Rosenthal soll der Solarpark entstehen. © Marise Moniac

Die Firma Anumar aus Ingolstadt plant einen Solarpark am Ortsrand von Rosenthal zu bauen und informierte die Stadtverordneten über den aktuellen Sachstand.

Rosenthal – Ein Bebauungsplan für den am Rande von Rosenthal geplanten Solarpark wurde zwar bereits im Februar vergangenen Jahres aufgestellt. Da die geplante Photovoltaik-Freiflächenanlage mit der inzwischen auf 70 Hektar vergrößerten Fläche als Vorranggebiet für die Landwirtschaft vorgesehen ist, muss ein Abweichungsantrag zur Regionalplanung Nordhessen gestellt werden.

Dieser war jetzt Thema in der Rosenthaler Stadtverordnetenversammlung.

Alexander Fuß von der Firma Anumar aus Ingoldstadt, die den Solarpark, wie berichtet, für rund 56 Millionen Euro bauen und auch betreiben will, stellte dem Parlament das Projekt und den aktuellen Sachstand erneut vor. Auch über eine mögliche Beteiligung unter dem Stichwort Bürgerstrom informierte der Projektleiter.

Nach fraktionsübergreifendem, einstimmigen Beschluss der Stadtverordneten soll über den notwendigen Abweichungsantrag zunächst in den Ausschüssen diskutiert werden. Hintergrund ist, dass das Parlament auch die bis dahin vorliegenden Stellungnahmen der beteiligten Behörden in die Entscheidung einfließen lassen will. Zudem erbaten die Stadtverordneten eine Wirtschaftlichkeitsberechnung der Firma Anumar sowie einen Vertragsentwurf für eine mögliche Beteiligung der Stadt Rosenthal. An der Sitzung der Ausschüsse soll zudem nochmals ein Anumar-Vertreter teilnehmen.

Alexander Fuß
Alexander Fuß von der Firma Anumar © Susanna Battefeld

Angeregt wurde auch, den Verein Klimaneutrales Wadeck-Frankenberg mit ins Boot zu holen. Der Verein sei zur Sitzung der Stadtverordnetenversammlung eingeladen gewesen, habe aber kurzfristig absagen müssen, teilte Bürgermeister Stefan Jakob mit. „Sie stehen dem Projekt aber offen gegenüber.“

Alexander Fuß verwies auf die Vorteile des Solarparks, dessen Strom in das Umspannwerk in Gemünden eingespeist werden soll. „Wir gründen für jeden Solarpark eine eigene Betreibergesellschaft. Die Gewerbesteuer bleibt vor Ort“, sagte er. Die Stadt erhalte rund acht Millionen Euro während der 30-jährigen Laufzeit.

Durch die gesetzlich vorgesehene finanzielle Beteiligung der Kommune in Höhe von 0,2 Cent je eingespeister Kilowatt-Stunde erhalte die Stadt jährlich zirka 180 000 Euro, rechnete Fuß vor.

Auch die regionale Wertschöpfung sei Anumar sehr wichtig: „Alle Arbeiten sollen nach Möglichkeit vor Ort vergeben werden.“ Die spätere Grünpflege sollen heimische Landwirte und Schafhalter übernehmen.

Durch die erfolgte Gründung der Heimatenergiewerke Anumars erhalte zudem jeder Bürger die Möglichkeit, den regional erzeugten Strom zu beziehen, teilte Fuß mit.

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