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Förderpreis des Lions-Clubs Frankenberg für Verein „Freunde des Klosters Haina“

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Von: Gerhard Meiser

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Der Lions-Förderpreis wurde im Frankenberger Rathaus überreicht. Im Bild: (hinten von links) Stefanie Bender (Bambini-Feuerwehr Roda), Rosenthals Bürgermeister Stefan Jakob, Werner Böhle (Wettermuseum), Heike Hartmann-Frank (Vorsitzende Freunde des Klosters Haina), Lions-Präsident Günter Beil, Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß, Laudator Karl-Hermann Völker und Sarah Werner-Grautstück (Bambini-Feuerwehr Roda) sowie (vorne) Jungen und Mädchen der Bambini-Feuerwehr Roda.
Der Lions-Förderpreis wurde im Frankenberger Rathaus überreicht. Im Bild: (hinten von links) Stefanie Bender (Bambini-Feuerwehr Roda), Rosenthals Bürgermeister Stefan Jakob, Werner Böhle (Wettermuseum), Heike Hartmann-Frank (Vorsitzende Freunde des Klosters Haina), Lions-Präsident Günter Beil, Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß, Laudator Karl-Hermann Völker und Sarah Werner-Grautstück (Bambini-Feuerwehr Roda) sowie (vorne) Jungen und Mädchen der Bambini-Feuerwehr Roda. © mjx

Der Verein „Freunde des Klosters Haina“ wurde für seine langjährige und herausragende Arbeit mit dem Förderpreis des Lions-Clubs Frankenberg ausgezeichnet. Außerdem wurden zwei weitere Vereine unterstützt

Frankenberg – Der Ort war historisch, das Ambiente würdig, die Laudatio kurzweilig, das Ensemble der Edertalschule spielte dem Anlass entsprechend festliche Streichermusik von Wolfgang Amadeus Mozart und aus dem Musicalfilm „The Greatest Showman“: In feierlichem Rahmen im traditionsträchtigen Sitzungssaal des zehntürmigen Rathauses in Frankenberg wurde der Verein „Freunde des Klosters Haina“ für seine langjährige und herausragende Arbeit mit dem Förderpreis des Lions-Clubs Frankenberg ausgezeichnet – dotiert mit 3000 Euro.

Das Besondere an der Preisverleihung: Die Auszeichnung wurde im Lions-Jubiläumsjahr überreicht. 1972 gegründet, bestehen die Frankenberger Lions seit genau 50 Jahren.

„Der Förderpreis ist zu einem festen Bestandteil des Lions-Clubs Frankenberg geworden“, erinnerte Lions-Präsident Günter Beil. Der Preis solle nicht nur ganz besondere Leistungen von Menschen, Vereinen und Initiativen honorieren, sondern auch ein Ansporn sein, sich für das Allgemeinwohl zu engagieren, und zwar ganz nach dem Lions-Motto „We serve“ (wir dienen). Bei der Auswahl des Preisträgers habe der Lions- Club wegen der „sehr guten Bewerbungen“ diesmal die „Qual der Wahl“ gehabt, erklärte Beil. Deshalb habe sich der Club erstmals dazu entschieden, noch zwei weitere Vereine mit jeweils 500 Euro zu unterstützen: die Bambini-Feuerwehr Roda und das Wettermuseum Schreufa. „Diese beiden Vereine fördern sehr gute Projekte“, begründete der Lions-Präsident die Entscheidung.

Der Lions-Förderpreis in dieser Form wurde erstmals 2021 verliehen, er löste seinerzeit die 2017 gestiftete Jürgen-Föhrenbach-Auszeichnung ab. Im vergangenen Jahr hatte der Verein „Kreis-Heimatmuseum“ die Auszeichnung erhalten.

Die Laudatio auf die „Freunde des Klosters Haina“, den der Journalist Klaus Brill für den Preis vorgeschlagen hatte, hielt der Wiesenfelder Heimathistoriker Karl-Hermann Völker. Er erinnerte insbesondere daran, dass der Verein „seit mehr als 30 Jahren einen großartigen kulturellen Beitrag“ für unsere Region leiste. Das Kloster Haina als „verstecktes Kleinod in der Heimat der Brüder Grimm“ habe der Verein aus seinem Dornröschenschlaf erweckt und für Besucher aus nah und fern in vielfältiger Form erfahrbar gemacht.

Nicht unerwähnt ließ der Gastredner dabei insbesondere die „europaweite Ausstrahlung“ der Maler-Dynastie Tischbein mit dem „Goethe-Maler“ Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (1751-1829) in ihrer Mitte. Neben der Präsentation der historischen Klostergebäude sei die Erforschung des Lebens der Tischbeins in Haina inzwischen einer der Haupt-Arbeitsschwerpunkte der Klosterfreunde Haina geworden, so Völker.

Die Urkunde zum Förderpreis überreichte Lions-Präsident Günter Beil an die Vorsitzende des Vereins „Freunde des Klosters Haina“, Heike Hartmann-Frank. „Mit dem Preis soll der Verein das Andenken an die Klosterzeit und die berühmte Tischbein-Dynastie erhalten“, so Beil. „Der Preis ist für uns eine große Ehre und eine große Freude“, bedankte sich die Vorsitzende. Aktuell sei der Verein an der Arbeit eines neuen Buches über die Tischbein-Familie, berichtete Hartmann-Frank.

Den Preis für die Bambini-Feuerwehr Roda überreichte Beil an die Gruppenleiterinnen Stefanie Bender und Sarah Werner-Grautstück, den Preis für das Wettermuseum an den Vorsitzenden Werner Böhle. Die Bambinis wollen mit dem Geld einen Bollerwagen anschaffen, der Verein Wettermuseum die Schulscheune ausbauen.  

Verein „Freunde des Klosters Haina“

Der Verein „Freunde des Klosters Haina“ will die historischen Räume der alten Zisterzienser-Abtei für Besucher zugänglich machen und durch Führungen, Vorträge, Ausstellungen und Veröffentlichungen die Geschichte des Klosters Haina im Bewusstsein der Bevölkerung lebendig erhalten. In gleicher Weise pflegt der Verein das Andenken an die Malerfamilie Tischbein, deren Stammeltern Johann Heinrich Tischbein und Susanne Margareta geb. Hinsing im 18. Jahrhundert in Haina lebten. 

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