Bürgermeister: Aussagen sind Quatsch

Anonymer Flyer soll Unruhe in Frankenberg stiften

Dieser anonyme Flyer wurde in der Nacht zu Freitag in Frankenberg verteilt, unterschrieben von einem „Gregor Winter“. Foto:  Paulus

Frankenberg. In Frankenberg sind in dieser Woche Flyer mit dem Titel „Flüchtlinge in Frankenberg" verteilt worden. Sie sind von einem „Gregor Winter" im Namen einer „Kommunalstelle für dezentrale Flüchtlingsunterbringung Hessen" unterschrieben.

In dem Flyer wird unter anderem behauptet, die Stadt Frankenberg müsse innerhalb von fünf Tagen 1600 Flüchtlinge aufnehmen, sie sollen angeblich in der Ederberglandhalle und in einem Containerdorf an der Burgwaldschule untergebracht werden. Zugleich wird in dem Flyer vor Krankheiten gewarnt, die sich in den Flüchtlingsunterkünften ausbreiten würden.

„Diese Aussagen sind Quatsch“, stellt Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß klar. „Das sind Leute, die Unfrieden stiften wollen, da sollte sich niemand dranhängen.“ Über die Ederberglandhalle und die Burgwaldschule als Flüchtlingsunterkunft sei auch nie gesprochen worden.

Ähnliche Flyer eines „Gregor Winter“ waren im Oktober bereits in Waldeck und in Fritzlar verteilt worden. Schon damals hatte Landrat Dr. Reinhard Kubat darauf hingewiesen, dass die Angaben jeglicher Grundlage entbehrten. Dies sei ein ganz schlechter Scherz, der nicht in die Kategorie eines Dumme-Jungen-Streiches gehöre, sondern zur Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung beitrage. Deshalb ist auch die Polizei informiert.

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