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Anschlag auf Soldaten in Kabul: Burgwaldkaserne gedenkt der Opfer

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Von: Jörg Paulus

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Angehörige des Verbandes auf dem Weg zum Gedenkstein: Die vier Kerzen stehen für die vier Gefallenen des Busanschlages vom 7. Juni 2003 in Kabul.
Angehörige des Verbandes auf dem Weg zum Gedenkstein: Die vier Kerzen stehen für die vier Gefallenen des Busanschlages vom 7. Juni 2003 in Kabul. © Burgwaldkaserne/nh

Vor 19 Jahren, am 7. Juni 2003, ereignete sich in Kabul in Afghanistan der erste Terroranschlag eines Selbstmordattentäters auf deutsche Soldaten. An der Burgwaldkaserne in Frankenberg wurde am Jahrestag der Opfer gedacht.

Frankenberg – Die vier ums Leben gekommenen Soldaten gehörten dem in Frankenberg stationierten Bataillon Elektronische Kampfführung an oder waren dem Bataillon beim Einsatz am Hindukusch unterstellt. Einer der getöteten Soldaten und 13 der Verletzten waren direkt in der Burgwaldkaserne stationiert.

Jedes Jahr gedenkt der Standort Frankenberg – Angehörige und Hinterbliebene der Opfer sowie Zeitzeugen – mit einem Feldgottesdienst und anschließender Kranzniederlegung diesem Tag. Einige der vom Anschlag unmittelbar betroffenen Soldaten leisten heute immer noch ihren Dienst.

„Vorbereitend zur Gedenkveranstaltung finden in den Einheiten des Verbandes Informationsveranstaltungen statt, in denen insbesondere die jüngeren Kameraden über den Anschlag von 2003 informiert und sensibilisiert werden“, teilte die Burgwaldkaserne nach der Gedenkfeier vom Dienstag, 7. Juni, mit.

Militärgeschichtliche Sammlung öffnet für Besucher

Dazu trage auch die militärgeschichtliche Sammlung bei, die nach ihrer Modernisierung erstmals für die Angehörigen des Standortes geöffnet wurde. Dort sei der Themenbereich Tod und Verwundung ein wesentlicher Bestandteil. Mit Interviews und Originalexponaten der am Anschlag beteiligten Soldaten werde das Geschehene greifbar. Die Öffentlichkeit kann die Ausstellung in der Burgwaldkaserne erstmals am Samstag, 25. Juni, von 10 bis 16 Uhr besichtigen. 

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