Ensemble German Brass

Meisterliche Blechbläser im Frankenberger Klostergarten

Begeisterte die Zuhörer im Frankenberger Klostergarten: Das elfköpfige Bläserensemble German Brass.
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Begeisterte die Zuhörer im Frankenberger Klostergarten: Das elfköpfige Bläserensemble German Brass.

Das Bläsersensemble „German Brass“ hat zwei beeindruckende Freiluft-Konzerte im Frankenberger Klostergarten gegeben. Veranstalter war der Kultursommer Nordhessen.

Frankenberg – Die Temperatur steht bei angenehmen 25 Grad. Genau richtig für eine Open-Air-Veranstaltung. Viele Musikfans sind mit ihren Klappstühlen auf dem Weg zu einem ganz besonderen Konzert im Klostergarten Frankenbergs: Elf Blechbläser – das Ensemble German Brass – werden in Kürze mit dem Spiel ihrer Instrumente beginnen. 160 Konzertgäste sind in zwei Konzerten dabei.

Den Corona-Bedingungen entsprechend, werden alle Gäste beim Zugang des „Freiluftkonzertsaals“ den Vorgaben entsprechend kontrolliert und gegebenenfalls registriert.

Endlich ist es soweit: Die elf Musiker von German Brass betreten die eigens für ihren Auftritt hergerichtete Bühne. Inga Schirmer begrüßt die Gäste im Namen des Kultursommers Nordhessen und dankt der Sparkassen Kulturstiftung für ihre Unterstützung.

Dann beginnt das Konzert. Die Hörner, Trompeten und Posaunen ertönten in vollem Klang. Souverän, virtuos und mit prachtvollen Arrangements präsentierten die Herren von German Brass Musik unterschiedlicher Stilrichtungen auf meisterlichem Niveau.

Klaus Wallendorf führt mit humorigen und geistreichen Einlagen in die Musikstücke ein und sorgt für die Moderation: „Zu Anfang klingt’s nach Klassik, und in Teil zwei wird’s spaßig. Gemäß dem Spruch ,Wie es Euch gefällt‘, als Reigen aus der Blechblaswelt‘.“

Bachs Toccata für Bläser arrangiert

Im angekündigten klassischen Teil überzeugt die Toccata und Fuge in d-Moll von Johann Sebastian Bach auf ganz besondere Weise. Das von Bach komponierte Orgelwerk im Klostergarten Frankenbergs aus den Instrumenten der Blechbläser zu hören, war genial. Das Arrangement entsprach ganz und gar dem Orgelspiel und brachte dieses voll zum Ausdruck. Matthias Höfl und Alexander Erbrich-Crawford zeichnen für die Arrangements des Ensembles selbst verantwortlich – und das meisterlich.

Es folgte Unterhaltungsmusik vom Feinsten. Leonard Bernsteins „Maria“ aus dem Musical „West Side Story“ wurde herzzerreißend intoniert. Einfach perfekt, mit hoher Präzision und der charakteristischen Art der Interpretation durch German Brass dargeboten. Werke aus Aida und ein Medley von George Gershwin schlossen sich an.

Zu den besonderen Stücken der herausragende Blechbläser reihten sich auch jene des Jazz-Genres ein. Mit sanften Bassposaunenklängen des Virtuosen Uwe Füssel fiel Frank Sinatras „Fly me to the moon“ besonders auf. Mit „Spain“ von Chick Corea tauchten die Spitzenmusiker erneut in die Jazzmusik ein und präsentierten ihre Vielfalt und Spielfreude auf höchstem Niveau. Der bläserische Glanz leuchtete, der Schlagzeuger riss das Publikum mit.

„Sie sind beneidenswerte Konzertbesucher“, scherzte Wallendorf dann gegen Ende. „Wir geben jetzt die letzte Zugabe. Ah ja, es war auch die Erste. Es wird die U-Bahn-Polka sein.“

Und dann gab er die U-Bahn-Polka – äußerst sprachgewandt und in rasender Geschwindigkeit – ins Publikum weiter. Dann war Schluss. Die vollends begeisterten Konzertbesucher applaudierten und feierten die Akteure mit stehenden Ovationen.

Zuhörerin: „Ich bin hin und weg“

„Ich bin hin und weg von diesem tollen Konzert“, sagten Irene und Johanna Tripp nach dem Konzert. Inga Schirmer ergänzte: „Die Klangvielfalt und Akustik wurde durch die besondere Struktur des vierseitig geschlossenen Klosterhofes unterstützt. Es war einfach super.“

Von Jutta Ochs

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