Aufführungen der Theater-AG in Werkshalle von Thonet

Was jetzt noch eine leerstehende Halle ist, wird bald ein Theaterraum sein: Mit den genehmigten Plänen für den Innenausbau der leerstehenden ehemaligen Thonet-Werkshalle gewannen (von links) Schulleiter Stefan Hermes, Theater-AG-Leiter Thorsten Jech sowie Susanne Korn und Thorsten Muck von der Thonet-Geschäftsleitung einen ersten Eindruck vom neuen Raum. Foto: Völker

Frankenberg. Die Theater-AG der Edertalschule, seit 1972 ein prägender Teil des Kulturlebens in Frankenberg, wird künftig eine Werkshalle des Unternehmens Thonet als neuen Aufführungsort nutzen.

Nachdem das Dampfmaschinenmuseum in Schreufa - der alte Raum der AG - an neue Eigentümer verkauft worden ist, besichtigten Geschäftsführer Thorsten Muck, Susanne Korn als Marketing-Sprecherin, Oberstudiendirektor Stefan Hermes und AG-Leiter Thorsten Jech am Mittwoch die leerstehende Halle.„Hier eröffnet sich eine tolle Chance für uns“, sagte Thorsten Jech, Nachfolger des langjährigen Theater-AG-Leiters Paul Möllers, als er am Mittwoch von der Firma Thonet in Frankenberg grünes Licht für eine neue Spielsaison in ihrer leerstehenden ehemaligen Produktionshalle bekam. „Wir kehren zurück und bleiben im Arrangement - wieder ein Industrieraum nach zwölf Jahren im Dampfmaschinen-Museum, noch dazu gegenüber unserer einstigen Spielstätte Lokschuppen. Wir sind wieder im Herzen der Stadt Frankenberg“, meinte der Theaterpädagoge.

Auch Susanne Korn, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit bei Thonet und selbst ehemalige Edertalschülerin, teilte diese Begeisterung. „Als ich las, dass die Theater-AG einen neuen Raum sucht, habe ich sofort an diese Lösung gedacht. Wir haben seit vielen Jahren gute Kontakte mit Paul Möllers gehabt und seine AG unterstützt. Die jungen Schauspieler wirkten auch bei Veranstaltungen in unserem Haus mit. Wir freuen uns darauf, dass auf unserem Werksgelände wieder junge Menschen einziehen und Schwellenängste abgebaut werden.“

Er habe als Geschäftsführer der Thonet-GmbH in Frankenberg gelernt, „dass man sich untereinander hilft“, unterstrich auch Thorsten Muck. Das Unternehmen sei seit vielen Jahren eng mit der Kultur des Standortes verbunden. Über das Angebot an die Theater-AG des Frankenberger Gymnasiums habe man deshalb auch nicht lange diskutieren müssen.

Für das Architekturbüro Finger stellte dessen Mitarbeiter Friedhelm Schnarre bei einem Pressetermin die genehmigten Baupläne für die temporäre Nutzung des etwa 400 Quadratmeter großen Hallenraums bei Aufführungen vor. Gegenüber der Bühne werde dann zeitweilig eine Tribüne für etwa 300 Zuschauer aufgebaut.

Damit wird die Werkshalle für die jungen Theaterspieler sogar noch etwas größer als der Raum im ehemaligen Stoelcker-Gelände sein. „Mir sind mehrere Zentner Steine vom Herzen gefallen“, gestand Spielleiter Jech. „Eine Rückkehr in die Kulturhalle wäre keine Lösung gewesen.“ Der Oberstudienrat, seit 2009 an der Edertalschule, hat 2014 bereits die letzte Produktion der Theater-AG mit Paul Möllers am Regiepult begleitet. Er weiß deshalb, was solch ein außerschulischer Lernort für das Darstellende Spiel bedeutet.

Schulleiter Stefan Hermes begrüßte das „attraktive Angebot“ der Firma Thonet. „Theater lebt von der Atmosphäre des Ortes.“ Er sehe zudem in der Kultur-Kooperation mit dem Unternehmen die Verwirklichung einer „weltläufigen Perspektive mit regionaler Wurzel“. Am 6. Mai ist die erste Aufführung geplant. (zve)

Informationen zur Premiere im neuen Raum am 6. Mai finden Sie in der gedruckten Donnerstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

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