Kreishandwerkerschaft bestätigt Ulrich Mütze an der Spitze

Auftragsbücher der Handwerker sind voll, Materialknappheit ist aber ein Bremsklotz

Der neue Vorstand der Kreishandwerkerschaft: Kreishandwerksmeister Ulrich Mütze (Mitte) mit dem neugewählten Vorstand (es fehlt Stephan Göbel) sowie Hauptgeschäftsführer Gerhard Brühl (rechts) und Frank Dittmar (Präsident der Handwerkskammer Kassel, 3. von rechts).
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Der neue Vorstand der Kreishandwerkerschaft: Kreishandwerksmeister Ulrich Mütze (Mitte) mit dem neugewählten Vorstand (es fehlt Stephan Göbel) sowie Hauptgeschäftsführer Gerhard Brühl (rechts) und Frank Dittmar (Präsident der Handwerkskammer Kassel, 3. von rechts).

Die Interessen der rund 2000 selbständigen Handwerkerinnen und Handwerker, die in zwölf Innungen organisiert sind, werden auch in der nächsten Wahlperiode vom Obermeister der Bau-Innung Waldeck-Frankenberg, Ulrich Mütze, aus Frankenberg vertreten.

Frankenberg – Obermeister Ulrich Mütze zur Seite stehen weiterhin die stellvertretenden Kreishandwerksmeister Fritz Faupel (Wega) und Guido Kalbe (Korbach). Das ist das Ergebnis der Vorstandswahlen der Mitgliederversammlung der Kreishandwerkerschaft.

Jörg Engelhard löst Jürgen Weste ab. Weste stand zur Wiederwahl als stellvertretenden Kreishandwerksmeister nicht mehr zur Verfügung. In Würdigung seiner jahrzehntelangen ehrenamtlichen Tätigkeit wurde Weste auf zum Ehrenkreishandwerksmeister ernannt.

In 45 Jahren hatte sich Jürgen Weste in vielfachen Funktionen für das Handwerk engagiert. Er war nicht nur stellvertretender Kreishandwerksmeister in Waldeck-Frankenberg, sondern unter anderem auch Innungs-Obermeister und engagierte sich bei der Handwerkskammer Kassel. Mit 70 Jahren tritt er nun in den ehrenamtlichen Ruhestand. Für seine herausragenden Verdienste war dem Zentralheizungs- und Lüftungsbaumeister bereits im Juli der Ehrenbrief des Landes Hessen verliehen worden.

„Die Ernennung zum Ehrenkreishandwerksmeister ist nur eine weitere kleine Anerkennung für die vielen ehrenamtlichen Stunden. Menschen wie Jürgen Weste geben dem Handwerk ein Gesicht“, sagte Ulrich Mütze. Auch der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Gerhard Brühl, sprach Jürgen Weste Dank und Anerkennung aus.

Zu weiteren Vorstandsmitgliedern wurden Willi Mitze (Tischlermeister aus Vöhl), Matthias Pfeil (Maler- und Lackierermeister aus Edertal), Dirk Weber (Bäckermeister aus Lichtenfels), Dimitri Demmer-Koutroulis (Dachdeckermeister aus Korbach) und Stephan Göbel (Maler- und Lackierermeister aus Twistetal) gewählt.

Um den Bereich Lehrlingsausbildung kümmert sich kreisweit weiterhin Frank Maurer, Kfz-Techniker-Meister aus Frankenberg, als Kreislehrlingswart. In den Rechnungs- und Kassenprüfungsausschuss wurde für Harald Ludwig (Zimmermeister aus Frankenberg) Michael Ernst (Diplom-Ingenieur aus Burgwald) und Andreas Pistorius (Metallbaumeister aus Diemelsee) abgestimmt.

Neben den Neuwahlen und Ehrungen stellte Kreishandwerksmeister Ulrich Mütze eine Bilanz der regionalen Interessenvertretung vor: „Die Auftragsbücher im Handwerk sind voll. Ausgebremst werden die Handwerksbetriebe durch Materialknappheit und den damit verbundenen Preissteigerungen“, sagte der Kreishandwerksmeister.

Der Fachkräftemangel stelle eine große Herausforderung für die Zukunft dar. Handwerkliche Berufe seien ein wenig aus dem Fokus junger Menschen geraten.

„Aber wer Deutschland klimafreundlich gestalten möchte, der ist im Handwerk genau richtig“, betonte Ulrich Mütze. Alle zukunftsrelevanten Aufgaben wie Mobilitäts- und Energiewende, Umwelt- und Klimaschutz, die Modernisierung der analogen und digitalen Infrastruktur, Wohnungsbau oder Smart Home seien nur mit dem Handwerk umzusetzen.

„Die Arbeit geht uns im Handwerk nicht aus und eine Qualifikation zum Meister oder Betriebswirt ist immer drin. Somit sind beste Verdienst- und Karrieremöglichkeiten bis hin zum eigenen Betrieb sicher“, erklärte der Kreishandwerksmeister abschließend.  

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