Landkreis könnte Mieter werden

Autohaus in Frankenberg abgerissen, Finger-Haus plant Neubau

Auf dem Maurer-Gelände in der Frankenberger Jahnstraße ist in den vergangenen Tagen das ehemalige VW-Autohaus abgerissen worden.
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Auf dem Maurer-Gelände in der Frankenberger Jahnstraße ist in den vergangenen Tagen das ehemalige VW-Autohaus abgerissen worden.

Das Autohaus Maurer in Frankenberg ist nun endgültig Geschichte. In den vergangenen Tagen ist das Gebäude an der Jahnstraße abgerissen worden. Das Gelände gehört mittlerweile Finger-Haus – die Firma will dort ein Geschäfts- und Wohnhaus bauen. Einer der Interessenten ist der Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Frankenberg - Das VW-Autohaus Maurer war am 1. Januar 2017 vom Autohaus Hoffmann im Gewerbegebiet Frankenberg/Burgwald am Ortsrand von Bottendorf übernommen worden. In den vergangenen Jahren waren das Gebäude und das Gelände in der Jahnstraße 4 praktisch ungenutzt. Nun folgte mit dem Abriss das letzte Kapitel.

Und bald schon soll es einen Neuanfang auf dem Gelände zwischen Jahnstraße und Ederaue geben. „Wir entwickeln gerade ein Konzept“, bestätigte Lukas Tauschwitz, der Pressesprecher von Finger-Haus, die Pläne des Frankenberger Fertighaus-Unternehmens für das Maurer-Gelände. Finger-Haus ist Eigentümer des Grundstücks und auch der Bauherr des Projekts. Der Bauantrag sei in Vorbereitung, es gehe zum Beispiel auch um Fragen des Hochwasserschutzes.

Finger-Haus plane ein Gebäude, das zum einen gewerblich für Büros, zum anderen für private Wohnungen genutzt werden soll. Lukas Tauschwitz bestätigte auch, dass der Landkreis einer der Bewerber als Mieter der Büroräume sei.

Landkreis braucht neue Räume

Wie berichtet, sucht der Landkreis derzeit neue Räume für einige Bereiche seiner Verwaltungsstelle in Frankenberg. Der Platzbedarf war entstanden, nachdem der Kreis den Ostflügel am Landratsamt an die Stadt Frankenberg verkauft hatte. Die Stadt wird den Ostflügel demnächst abreißen und das Gelände mit dem Parkplatz am Landratsamt städtebaulich neu gestalten, um unter anderem den Blick auf den Garten des ehemaligen Klosters und heutigen Landratsamtes zu öffnen und den Bach Nemphe freizulegen.

Nach dem Auszug aus dem Landratsamt hat der Landkreis vorübergehend Büros im Unternehmenspark Stoelcker bei Schreufa bezogen. Der Verkehrsdienst mit Zulassungs- und Führerscheinstelle ist derzeit in Container-Büros in der Auestraße 12 in Frankenberg untergebracht.

Mieter bei der Sparkasse Waldeck-Frankenberg

Als dauerhafte Lösung ist einerseits geplant, dass der Landkreis Büros im Gebäude der Sparkasse Waldeck-Frankenberg gegenüber des Landratsamtes bekommt. Für das neue Zuhause des Verkehrsdienstes mit etwa 15 Mitarbeitern habe man verschiedene Standorte geprüft, auch einen eigenen Neubau, berichtete der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese auf HNA-Nachfrage.

Erste Präferenz sei das ehemalige Maurer-Gelände in der Jahnstraße, sagte Frese. „Das bietet sich an – auch, weil es nicht weit vom Landratsamt entfernt ist. Dann brauchen wir dafür zum Beispiel keine zweite Poststelle und keine weiteren Mitarbeiter-Parkplätze.“ Und das Gelände liege verkehrsgünstig und sei groß genug, um zum Beispiel Autos für die Zulassungsstelle vorzuführen.

Frese bestätigte Gespräche mit Finger-Haus, es sei „aber noch nichts in Stein gemeißelt“: „Finger-Haus entwickelt die Planung – mal gucken, wie wir da zusammenkommen.“ Seitens des Landkreises stünden dazu auch noch Beschlüsse der politischen Gremien aus.

Einen Zeitplan für das Projekt auf dem Maurer-Gelände nannten Frese und Finger-Haus-Pressesprecher Tauschwitz nicht. Der Landkreis hatte im Juli bei der Übergabe des Ostflügels gesagt, dass die Büros in Schreufa und die Container in der Auestraße bis 2023 angemietet seien.

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