Eine Woche lang war die Strecke gesperrt

Bahnverkehr zwischen Frankenberg und Münchhausen läuft wieder

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Stopfmaschine aus Berlin im Einsatz: Zum Abschluss der Gleisbauarbeiten mit neuen Schienen und Schwellen aus dem vergangenen Jahr zwischen Frankenberg und Münchhausen hoben und verdichteten nun ihre lasergestützten Stopfaggregate das Gleisbett. Das Foto entstand am Haltepunkt Wiesenfeld. 

Burgwald. Pünktlich mit Schulbeginn nach den Osterferien in Hessen läuft seit Montag der Zugverkehr der Kurhessenbahn auf der Strecke RB 42 Marburg-Bestwig wieder normal.

Eine Woche lang war der Bahnverkehr im Streckenabschnitt zwischen Frankenberg/Eder und Münchhausen wegen Gleisbauarbeiten gesperrt.

Während dieser Zeit waren Bahnreisende auf einen Schienenersatzverkehr auf zwei Linien angewiesen: Zwischen Frankenberg und Münchhausen pendelte ein Schnellbus mit Halt in Wiesenfeld, und innerhalb der Gemeinde Burgwald gab es einen Ringverkehr mit einem Kleinbus, der Bahnkunden in den Ortsteilen Wiesenfeld, Birkenbringhausen und Burgwald zu diesem Schnellbus an der Haltestelle Abzweigung Wiesenfeld beförderte.

Während der jüngsten Streckensperrung kam es zu umfangreichen Restarbeiten an der Infrastruktur der Bahnstrecke zwischen Frankenberg und Münchhausen zum Abschluss der großen Streckensanierung zwischen Marburg und Korbach. Dabei waren im vergangenen Jahr im Bereich von Bahnsteigen und Brücken zwischen Münchhausen und Frankenberg etwa 4800 Betonschwellen und 5800 Meter Schienen verlegt sowie 4000 Tonnen Schotter eingebaut worden. Während der vergangenen Tage wurde dieses neue Schienenbett mit Hilfe moderner Maschinen, darunter eine 33 Meter lange und 134 Tonnen schwere Gleisstopfmaschine, verdichtet und ausgerichtet.

Wie aus der Baustellübersicht der Kurhessenbahn für 2018 hervorging, dienten die Gleisbauarbeiten bereits auch dem geplanten Neubau des Bahnsteigs Wiesenfeld. Aufgrund der Erweiterung des Verkehrsprogramms und des damit verbundenen Haltes der Züge in Doppeltraktion soll er auf eine nutzbare Länge von 100 Metern - analog zu allen anderen Stationen auf der Strecke - ausgebaut werden, wie ein Bahnsprecher im vergangenen September mitteilte (HNA berichtete). Dazu solle der vorhandene alte Bahnsteigteil zurückgebaut und ebenfalls auf eine Einstiegshöhe von 55 Zentimeter optimiert werden.

Nach Abschluss der geplanten Modernisierungsarbeiten wird der gesamte Bahnsteig in Wiesenfeld, der 2005 zwar als erster, jedoch nur auf eine Schienenbuslänge modernisiert wurde, dann auf 100 Metern Länge barrierefrei ausgestattet sein. Schon jetzt gab es dort ein Wegeleitsystem für Sehbehinderte mit Lautsprecheransage.

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