Projekt "Schulen in Hessen musizieren": Vivaldi trifft Eiskönigin

Begegnungskonzert mit 340 Schülern in Frankenberg

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Konzert „Schulen in Hessen musizieren“: Das Jugendorchester der Edertalschule Frankenberg unter Leitung von Gertrud Will und Martin Fischer spielte unter anderem „Somewhere in my memory“ aus dem Film „Kevin allein zu Haus“.

Frankenberg. Mehr als 300 Schüler von vier Schulen aus der Region haben sich am Freitagmorgen in der Kulturhalle der Frankenberger Edertalschule für ein Begegnungskonzert versammelt.

Sandy ist ein bisschen nervös. Vor so einem großen Publikum hat sie noch nie gespielt. Alle schauen in Richtung Bühne, auf der Sandy und der Rest der Orchesterklasse 6e des Gymnasiums nun zu spielen beginnen. Für die Sechstklässler ist es das erste Mal, dass sie an der jährlichen Veranstaltung teilnehmen.

Seit 1978 veranstaltet der hessische Landesverband des Bundesverbands Musikunterricht (BMU) das Projekt „Schulen in Hessen musizieren“. Dabei treffen sich knapp 3500 Schüler an zehn Orten in ganz Hessen, um für- und miteinander zu musizieren. Abschließend findet ein Landeskonzert mit einem aus den 95 teilnehmenden Chören und Instrumentalgruppen ausgewählten Ensemble in Wiesbaden statt. Christiane Vogel ist als Beobachterin des BMU an die Edertalschule gekommen und hat nun die Qual der Wahl, welche der sieben Gruppen sie für das Wiesbadener Konzert empfehlen soll. Ob eine Musikgruppe – und welche – in Wiesbaden auftreten darf, entscheidet heute der Vorstand des BMU.

Eine schwierige Wahl angesichts des abwechslungsreichen Programms: Der Chor der Grundschule Geismar verknüpft das Lied „Wir singen vor Freude“ mit einem kleinen Tanz, der Mittel- und Oberstufenchor der Edertalschule singt den Ohrwurm „Let it go“ aus dem Disneyfilm „Die Eiskönigin“. Passend dazu begleitet ihn das Jugendorchester des Gymnasiums mit dem „Winter“ aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“. Ein bisschen rockiger spielt die Big Band der Lahntalschule Biedenkopf mit „Born to be wild“ und „Gimme some lovin“ auf. Auch das Blasorchester der Ortenbergschule und die Flöten-AG der Lahntalschule heimsen kräftigen Beifall für ihre Auftritte ein.

„Man merkt, dass man noch viel üben muss, aber man sieht auch, wie weit man schon ist“, sagt Anna, Sandys Klassenkameradin, nach dem Auftritt. Auch Sandy hat sich nicht allzu sehr von der Kulisse beeindrucken lassen: „In der Gruppe ist das ja nicht so schlimm, wenn man einen Fehler macht. Da hört man es nicht so heraus.“

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