Mehr als 400 Zuhörer

Benefiz-Konzert des Rotary-Clubs bezauberte in Frankenberger Kirche

Bezaubernde Frauenstimmen: Mit Chorsätzen wie „Welch ein Geschenk ist ein Lied“ von Reinhard Mey oder „Evening Rise“, bei dem auch das Publikum mitsingen durfte, bekam „Pro Musica“ mit Chorleiterin Marion Born herzlichen Beifall. Foto: Völker

Frankenberg. Mehr als 400 Zuhörer und Mitwirkende ließen sich beim Benefizkonzert des Frankenberger Rotary-Clubs in der Liebfrauenkirche von Musik in vielen Klangfarben verzaubern.

„Es geht um Freude, weil Gott uns einlädt, zu Helfern seines Friedens zu werden. Wir dürfen Liebe wagen, wo man sich hasst“, versicherte Pfarrer i. R. Heiner Wittekindt zuvor in seiner Osterbotschaft.

Danach ließen sich Mit festlicher, in den Registern fein abgestimmter Orgelmusik bei Präludium, Fuge und Ciaconne in C-Dur von Dietrich Buxtehude machte Kantorin Beate Kötter den Auftakt. Sie war nicht nur während des Konzerts mehrfach zuverlässige Begleiterin am Klavier, sondern sorgte mit einer in kraftvollem Akkord-Staccato strahlenden Fanfare D-Dur von Nikolas-Jaques Lemmens (1823-1881) auch am Schluss noch einmal für einen besonderen Glanzpunkt.

Dass Chormusik in der Gemeinde Burgwald auf hohem Niveau gepflegt wird und dabei die Sängerinnen und Sänger Generationen überschreitend miteinander verbindet, bewiesen die drei teilnehmenden Chöre: Der Bottendorfer Frauenchor „Pro Musica“ unter Leitung von Marion Born bestach mit einem in allen Stimmen fein nuancierten Irischen Reisesegen und spannte einen farbreichen Klangbogen „Zwischen Himmel und Erde“ (Lorenz Maierhofer).

Kostproben seines breiten Repertoires, diesmal aber eher nachdenklich und berührend, bot das Burgwalder Ensemble „Happiness“ mit Stücken wie „City Of My Heart“ (Solistin: Pia Bornscheuer) oder „Lenas Sång“, dazu das kraftvolle „Ja, ich glaube“ von Udo Jürgens. Chorleiterin Andrea Ayora Escandell, die mit ihrer schönen Stimme auch zweimal als Solistin beeindruckte („Bridge Over Troubled Water“), gibt diesem Chor immer wieder neue Impulse.

Was wäre das österliche Rotary-Benefizkonzert ohne den traditionellen Klang eines meisterlichen Männerchores? Der MGV Bottendorf mit Horst-Werner Bremmer sorgte für eine effektvoll inszenierte, dynamisch aber konzentriert abgestufte Klangreise zwischen „Loch Lomond“ (Solist: Michael Ernst) und dem „Tal in den Bergen“, vagantenhaft leicht und ohne alle Erdenschwere.

Besonderen Beifall gab es für eine dem Publikum bereits vertraute, ebenfalls aus Bottendorf stammende Solistin: Tanja Becker geb. Ahlborn brillierte mit ihrer in allen Lagen fein ansprechenden Stimme bei Stücken wie „Moon River“ oder dem bekannten, im Kirchenraum weit ausschwingenden „Vilja-Lied“ von Franz Lehár. (zve)

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