Besonderes Angebot in der Coronazeit

Statt Pfingst-Gottesdienst: Kirchengemeinde Frankenberg unternahm Pilgertour mit dem Fahrrad 

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Start frei: Über 37 Kilometer führte die Pilger-Radtour von der Wehrweide in Frankenberg entlang von Lengel, Lorfe und Eder. Zu dieser Art einer Radtour hatte erstmals die Kirchengemeinde Frankenberg eingeladen.

Frankenberg  „BeGEISTert schöne Natur erleben“ lautete das Motto der Radtour der evangelischen Kirchengemeinde Frankenberg -  ein besonderes Angebot in der Coronazeit.

 „Gott liebt alles, was er geschaffen hat. Gott ist ein Freund des Lebens und sein unvergänglicher Geist ist in allem“, sagte Pfarrer Christoph Holland-Letz am Pfingstmontag während einer Pilger-Radtour durch einige schöne Fleckchen des Frankenberger Landes. Zu dieser naturnahen und 37 Kilometer langen Pfingsttour entlang der Lengel, der Lorfe und der Eder hatte erstmals die evangelische Kirchengemeinde Frankenberg eingeladen – „BeGEISTert schöne Natur erleben“ lautete das Motto der Radtour, ein besonderes Angebot in der Coronazeit.

„Heute wollen wir unsere Freundschaft mit der Schöpfung vertiefen. Und mit dieser Tour wollen wir auch die Frömmigkeit, die in uns lebt, stärken“, sagte der Pfarrer während eines Halts in der Kirche in Altenlotheim. Die 20 Teilnehmer der Pilger-Radtour hatten - trotz Abstandsregeln – ihre Freude an der Sonne, den Gerüchen und Farben und Schönheit der Blumen und Bäume erfreuen. „Durch all dies wird unsere Liebe zur Schöpfung gestärkt“, machte der Pfarrer deutlich: „Wer die Natur mit Begeisterung erlebt, verbindet sich mit ihr.“

Allerdings erinnerte Pfarrer Holland-Letz auch an den Klimawandel: „Die Natur leidet durch den Klimawandel - und wir leiden mit. Wir erleben viel zu viele dieser sonnigen und warmen Tage wie heute und viel zu wenig Regen.“ Der Klimawandel und seine Folgen werde die Menschheit insofern immer weiter beschäftigen“, stellte Holland-Letz fest.

„In der Hoffnung auf Gott, den Freund des Lebens“, so Pfarrer Holland-Letz, starteten die Teilnehmer schon am frühen Pfingstmontag „im Namen des Vaters und des Sohnes“ von der Wehrweide aus. Unterwegs wurde an mehreren Stationen inne gehalten: Inmitten der blühenden Natur und der schönen Panoramabilder auf die umliegenden Dörfer hielt der Pfarrer Lesungen – und weil wegen Corona nicht gesungen werden durfte, wurden die Liedtexte vorgelesen.

„Pilgern mit dem Fahrrad ist Beten mit dem Körper“, sagte Pfarrer Holland-Letz „Genießen im Aufblick auf Gott ist praktizierter Dank.“

Die Idee für diese Radtour war total klasse“, schwärmte die Frankenbergerin Petra Debus. „Es war traumhaft schön. Wir sind dankbar, dass wir auch in Coronazeiten die Natur so herrlich erleben durften. Mit dieser wunderbaren Landschaft sind wir gesegnet hier“, sagte Gaby Giugno. Zusammen mit ihrem Ehemann, Pfarrer i.R. Heinrich Giugno, schwelgte sie ein wenig in Erinnerungen: In Ellershausen führte die Radtour an ihrem ehemaligen Pfarrhaus vorbei.   mjx

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