Blum-Stolle: „Viele Schulen haben sich bei Inklusion geöffnet“

Frankenberg. Dass die Inklusion an den Schulen in Waldeck-Frankenberg nur schleppend voran geht, will die Schulleiterin der Friedrich-Trost-Förderschule und Leiterin des regionalen Beratungs- und Förderzentrums Frankenberg, Birgit Blum-Stolle, nicht so einfach stehen lassen.

Zur Erinnerung: Die HNA hatte in ihrer Samstagsausgabe Zahlen des Staatlichen Schulamtes veröffentlicht, wonach in diesem Jahr nur 155 Schüler mit Förderbedarf oder einer Behinderung im Sinne der Inklusion gemeinsam mit Schülern ohne Handicap an staatlichen Regelschulen unterrichtet werden - bei einer Gesamtschülerzahl im Kreis von 15 000. Die Inklusionsarbeit in Rosenthal wurde dabei herausgestellt.

„Sicher ist die Kooperation zwischen der Nicolaus-Hilgermann-Schule als Grundschule und der Karl-Preising-Schule als Förderschule in Rosenthal unter einem Schuldach eine hervorragende Basis für die inklusive Beschulung in den Kooperationsklassen“, sagt Birgit Blum-Stolle. Die Karl-Preising-Schule als Privatschule habe aber auch sehr gute personelle Ressourcen, um entsprechende Doppelbesetzungen in den Klassen zu schaffen.

Diese idealen Bedingungen zur Förderung von Kindern mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf seien tatsächlich in allen anderen Schulen des Kreises noch nicht vorhanden, da die personellen Ressourcen des Landes Hessen derzeit nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stünden.

„Dennoch haben sich auch viele andere Schulen im Frankenberger Land - unter deutlich schwierigeren Bedingungen - dem Thema Inklusion geöffnet. Beispielhaft sollen hier nur die Ortenbergschule Frankenberg, die Cornelia-Funke-Schule Gemünden, die Grundschule Bottendorf und die Ederseeschule Herzhausen genannt werden, an denen insgeamt 57 Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf beschult werden“, sagt Blum-Stolle.

Mit großem Engagement seitens der Schulleitungen und der Lehrkräfte bemühten sich diese Schulen unter den derzeitigen Bedingungen (fehlende Förderschullehrer-Stunden, große Klassen) Kinder mit Förderbedarf inklusiv zu beschulen. (dau)

Warum für Blum-Stolle die genannten Schulen, ebenso wie die Schulgemeinschaft in Rosenthal, Aushängeschilder in der Inklusionsarbeit sind, lesen Sie in der gedruckten Montagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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