1. Startseite
  2. Lokales
  3. Frankenberg / Waldeck
  4. Frankenberg (Eder)

Bürgermeisterwahl in Biedenkopf: CDU-Kandidat holt absolute Mehrheit

Erstellt:

Von: Jörg Paulus

Kommentare

Landtagswahl, eine Wählerin wirft ihren Stimmzettel in die Wahlurne
Symbolbild © Jan Woitas/dpa

Bei der Bürgermeisterwahl in Biedenkopf hat Jochen Achenbach (CDU) mit 79,08 Prozent gewonnen. Einer der vier Kandidaten auf dem Wahlzettel wollte gar nicht gewählt werden.

Biedenkopf - Vier Kandidaten haben sich in Biedenkopf offiziell um die Nachfolge von Amtsinhaber Jochen Thiemig (SPD) beworben, der nicht mehr kandidierte. Jochen Achenbach (CDU) holte mit 79,08 Prozent die absolute Mehrheit und wird neuer Bürgermeister. Markus Plitt (Zukunft für Biedenkopf) kam auf 14,11 Prozent, Musadir Basak (parteilos) auf 4,78 Prozent und Peter Scharfen (SPD) auf 2,03 Prozent. So steht es im vorläufigen Endergebnis.

Das Kuriose: SPD-Kandidat Scharfen war vor Kurzem bereits aus privaten Gründen aus dem Wahlkampf ausgestiegen. Da die Wahlzettel schon gedruckt waren, stand Scharfen am Sonntag aber trotzdem auf dem Wahlzettel, die Bürger konnten also für ihn stimmen. Das heißt, er konnte also theoretisch zum neuen Bürgermeister gewählt werden, obwohl er das gar nicht werden möchte.

Seit 2011 SPD-Bürgermeister in Biedenkopf

Die SPD in Biedenkopf stellt seit 2011 den Bürgermeister in Biedenkopf. Und sie wollte das auch gerne fortsetzen. Deshalb hatte sie im Frühjahr nach einem Kandidaten für die Bürgermeisterwahl gesucht, wollte sich nicht die Blöße geben, keinen eigenen Bewerber ins Rennen zu schicken. In den eigenen Reihen fand sich keiner. Also nominierten die Genossen - kurz vor Ablauf der Frist - Peter Scharfen, den sie selbst kaum kannten, der Biedenkopf kaum kannte und selbst kaum politische Erfahrung hat.

Peter Scharfen sagte zu, als SPD-Kandidat antreten zu wollen. Im Laufe des Wahlkampfs zog er sich aber immer mehr zurück. Im August musste der SPD-Stadtverband in Biedenkopf dann eingestehen, dass Peter Scharfen seine Kandidatur aus privaten Gründen zurückgezogen hat. Einen neuen Kandidaten konnte die SPD nicht mehr nominieren, weil die Frist schon abgelaufen war.

Stimmen für Scharfen könnten Ergebnis verzerren

Und weil auch die Wahlzettel für den 18. September schon gedruckt und Briefwahlunterlagen verschickt waren, stand Peter Scharfen weiterhin auf dem Wahlzettel. Und er bekamt am Sonntag auch einige Stimmen - insgesamt 93. Auf den Ausgang der Wahl und die absolute Mehrheit für den CDU-Kandidaten Achenbach hatte das aber keine Auswirkungen.

Auch interessant

Kommentare