Podiumsdiskussion am Gymnasium

Bundestagswahl: Frankenberger Edertalschüler befragten Kandidaten

Auf der Bühne der Kulturhalle: Bei der Podiumsdiskussion der Edertalschule zur Bundestagswahl nahmen acht der elf Direktkandidaten aus dem Wahlkreis 170 teil, (von links) Heidemarie Scheuch-Paschkewitz (Linke), Dr. Edgar Franke (SPD), Dr. Bettina Hoffmann (Grüne), Bastian Belz (FDP), Alexander Klement (parteilos), Luisa Baumann (Die PARTEI), Anna-Maria Bischof (CDU) und Albrecht Glaser (AfD).
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Auf der Bühne der Kulturhalle: Bei der Podiumsdiskussion der Edertalschule zur Bundestagswahl nahmen acht der elf Direktkandidaten aus dem Wahlkreis 170 teil, (von links) Heidemarie Scheuch-Paschkewitz (Linke), Dr. Edgar Franke (SPD), Dr. Bettina Hoffmann (Grüne), Bastian Belz (FDP), Alexander Klement (parteilos), Luisa Baumann (Die PARTEI), Anna-Maria Bischof (CDU) und Albrecht Glaser (AfD).

Zu einer Podiumsdiskussion hatte die Edertalschule die Direktkandidaten zur Bundestagswahl im Wahlkreis 170 eingeladen. Es wurde eine kurzweilige und informative Veranstaltung.

Frankenberg – Was tun Sie und Ihre Partei für Menschen unter 30? Soll man mit den Taliban in Afghanistan reden? Und was ist Ihnen wichtiger: der Handel mit China oder die Menschenrechte in China?

Diesen und weiteren Fragen zur aktuellen Bundespolitik haben sich acht der elf Direktkandidaten für die Bundestagswahl im Wahlkreis 170 (Schwalm-Eder/Frankenberg) bei einer Podiumsdiskussion an der Edertalschule gestellt. Dies sollte – wie Schulleiter Claus-Hartwig Otto zu Beginn betont hatte – aber keine Wahlkampfveranstaltung werden, sondern Live-Unterricht im Fach Politik. „Es geht nicht um die persönliche Profilierung, sondern um Sachthemen“, sagte Otto.

Für viele der Schülerinnen und Schüler sei es die erste Wahl überhaupt, sagte Schulsprecherin Ronja Fock. „Wählt nicht nach Sympathie, sondern macht euch Gedanken, was wirklich die Probleme lösen kann“, riet sie ihren Mitschülern. „Und wählt nicht nach dieser Diskussion, sondern informiert euch über die Programme.“

Nach einer Vorstellungsrunde und Entweder-Oder-Fragen zum Warmmachen ging es um Themen, die den Schülern wichtig sind, wie den Klimawandel, das Wahlrecht ab 16, die Lage in Afghanistan, die deutschen Beziehungen zu China und Lobbyismus in der Politik.

Zeitwächter und Faktenchecker: Wer zu lang redete, bekam die gelbe oder rote Karte. Und Aussagen der Kandidaten wurden unmittelbar im Internet überprüft.

Die Moderatoren Maja Battenfeld, Anne Wihl und David Baldischwieler stellten kluge Fragen und scheuten sich auch nicht, dazwischenzugehen, wenn die Antworten zu lang waren oder nicht konkret genug. Und Ronja Fock schritt als Faktencheckerin ein, wenn sich Aussagen der Kandidaten durch Informationen aus dem Internet widerlegen ließen. Die Kandidaten machten ihre Positionen deutlich, widersprachen den Konkurrenten und gestanden auch mal Gemeinsamkeiten in den Wahlprogrammen ein. So entwickelte sich eine politische, aber auch unterhaltsame Diskussion, die von den Schülern im Publikum aufmerksam verfolgt wurde.

Juniorwahl simuliert die Bundestagswahl

„Man konnte sich ein Urteil bilden, was die Parteien zu den großen Themen sagen und welche Haltung dahintersteht“, sagte Politiklehrer Marco Böhnisch am Ende. „Und vergessen Sie uns nicht“, bat er die Kandidaten und verwies etwa auf die veraltete technische Ausstattung an der Edertalschule und den Vorhang der Kulturhalle, der schon seit Jahren defekt sei.

In der Woche vor der Bundestagswahl werde an der Edertalschule wieder die Juniorwahl stattfinden, eine Wahlsimulation zur Bundestagswahl, kündigte Böhnisch an. Dann dürfen auch die Schüler abstimmen, die am 26. September noch nicht wahlberechtigt sind.

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