Stadt bemüht sich per Notvergabe um neuen Anbieter

Busfirma insolvent: Stadtbus in Frankenberg steht still

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Bushaltestelle in der Ruhrstraße: Weil die Busfirma Reinius die Stadtbuslinie in Frankenberg nicht mehr bedienen kann, hat die Stadt am Mittwoch dort Infozettel aufgehängt. 

Frankenberg. Nach der Schülerbeförderung auf Linien des Bündels 507 hat die Busfirma Reinius aus Frankenau nun auch den Stadtbus in Frankenberg eingestellt. Darüber wurde Bürgermeister Rüdiger Heß am Dienstagabend von Busunternehmer Karsten Frötter per E-Mail informiert.

Mitarbeiter der Stadtverwaltung waren deshalb am Mittwochmorgen an den Bushaltestellen in der Kernstadt, um Hinweiszettel aufzuhängen und Wartende zu informieren.

Der Stadtbus in der Kernstadt wird zu 95 Prozent von Schülern genutzt. Auch die drei Kitas in den Stadtteilen wurden bisher von Reinius angefahren. Wie berichtet, hat die Busfirma einen Insolvenzantrag gestellt. Weil sich etliche Fahrer krank gemeldet hatten, waren in der vergangenen Woche die Schulbusse im Landkreis nicht gefahren, die Reinius bisher stellte.

Auch für die Einstellung des Stadtbusses in Frankenberg sind nun die Krankmeldungen der Fahrer der offizielle Grund. „Wir müssen davon ausgehen, dass die Busse auch am Donnerstag und Freitag nicht fahren“, sagte Bürgermeister Heß. Die Stadt sei bemüht, so schnell wie möglich einen neuen Anbieter zu bekommen, das werde aber nicht vor kommender Woche sein. „Die Notausschreibung endete am Mittwoch, sie wird von uns bewertet, damit wir die Stadtbuslinie so schnell wie möglich wieder vergeben können“, sagte Heß. „Ich bedauere die Situation sehr, aber wir können nichts daran machen.“

Nach einem Gespräch mit Karsten Frötter am 22. August sei die Stadt noch davon ausgegangen, dass die Busfirma noch bis Ende September den Stadtbus fährt. Die nun nötige Notvergabe gilt zunächst für ein Jahr, danach muss die Linie nochmals europaweit für die nächsten gut acht Jahre der eigentlichen Vertragslaufzeit ausgeschrieben werden.

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