Container-Transport aus Litauen ist schwieriger als gedacht

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Warten auf die Weiterfahrt: Fünf dieser Lastwagen mit jeweils einem Wohncontainer mussten in der Nacht zu Donnerstag bei Löhlbach (Foto) und Homberg-Efze stehen bleiben, weil die Schwertransporte nur nachts fahren dürfen. In der Nacht zu Freitag sollten die fünf Container nach Allendorf und Laisa weiterfahren, fünf andere stehen seit Donnerstagmorgen in Löhlbach.

Waldeck-Frankenberg. Die Lieferung der insgesamt 86 Container aus Litauen nach Waldeck-Frankenberg ist logistisch eine Herausforderung für alle Beteiligten.

Schon bei der ersten Lieferung Mittwochnacht hatte sich gezeigt, dass der Transport schwieriger ist als gedacht.

86 Container haben 17 Kommunen aus Waldeck-Frankenberg in Litauen bestellt: 25 kleine für sechs bis acht Personen und 61 große für acht bis zehn Personen. Sie kosten 12 000 bzw. 15 000 Euro.

Laut Volkmarsens Bürgermeister Hartmut Linnekugel, dem Organisator, sind mit der ersten Schiffsladung in dieser Woche 25 Container per Schiff in Stettin (Polen) angekommen, 15 stehen also noch dort. Sechs davon starten am Freitag, 30. Oktober, per Lkw nach Waldeck-Frankenberg; Fahrtzeit: zwei Nächte. Wenn alles gut läuft. Das nächste Schiff aus Litauen sei bereits auf dem Weg, sagte Linnekugel. Sie werden dann ebenfalls per Lkw in Polen geholt.

Wie Polizeisprecher Volker König (Korbach) mitteilte, dürfen die Schwertranporter nur zwischen 22 und 5 Uhr fahren - begleitet von einem Polizeifahrzeug. Schon bei der ersten Lieferung Mittwochnacht wurden jeweils nur zwei Fahrzeuge gleichzeitig durchgelassen. „Sonst wäre die Verkehrsbeeinträchtigung zu groß gewesen“, sagt König.

Die Begleitung übernahm die Polizei aus dem jeweiligen Streckenabschnitt - also Streifen aus Schwalm-Eder, Bad Wildungen und ab Löhlbach die Polizei Frankenberg. Wegen Nebels sei dann der Transport abgebrochen worden. Die Gefahr, dass andere Verkehrsteilnehmer den langsamen Transport zu spät erkennen und auffahren, sei zu groß, erläuterte König. Deshalb konnten nicht alle Wohncontainer angeliefert werden.

Auch das Abladen der Container ist ein schwieriges Unterfangen, wie Hainas Bürgermeister Rudolf Backhaus berichtete, denn die großen Lastwagen können in engen Straßen kaum manövrieren. Der Zustand der Container selbst sei unterschiedlich, „insgesamt gar nicht so schlecht“, aber Renovierungsarbeiten seien notwendig. Aufwendiger werde der Anschluss der mobilen Häuser an Gas, Strom, Wasser und Abwasser. Der Hainaer Bürgermeister schätzt, dass es bis zur Belegung noch vier Wochen dauern wird.

Wo die nächsten Container hinkommen, stimmen die Bürgermeister am Freitag ab. Linnekugel geht davon aus, dass alle 86 Container bis 20. November da sind. Und er hat in Litauen bereits 50 weitere reserviert, die er noch bestellen kann, sollte der Bedarf vorhanden sein.

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