Kanzlerkandidat in der Ederberglandhalle

Trotz Coronavirus: Friedrich Merz in Frankenberg - 700 Besucher bei CDU-Empfang

Friedrich Merz bei der CDU in Frankenberg Foto: mjx
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Stadtverbandsvorsitzender Thomas Müller (links) und Fraktionsvorsitzender Jannik Schwebel-Schmitt (rechts) überreichten Friedrich Merz ein Fußball-Trikot mit der Spielmacher-Nummer 10.

Trotz Coronavirus: Der CDU-Politiker Friedrich Merz lockte die Massen, über 700 Menschen wollten die Worte des CDU-Spitzenpolitikers in der Ederberglandhalle hören.

Beim Bundesparteitag am 25. April in Berlin will der 64 Jahre alte Merz der neue Bundesvorsitzende der Christdemokraten werden. „Noch nie war ein Bundeskanzler bei einer öffentlichen Veranstaltung in Frankenberg“, sagte der Frankenberger CDU-Vorsitzende Thomas Müller in seiner Begrüßung am Mittwoch (11.03.2020): „Wenn nun aber ein künftiger Bundeskanzler in der Stadt ist, soll es uns auch recht sein.“ 

So voll wie beim Frühlingsempfang der Frankenberger Christdemokraten war die 1989 eingeweihte Ederberglandhalle wohl noch nie – lediglich bei einer politischen Großveranstaltung mit Wolfgang Schäuble 2003 kamen annähernd so viele Menschen. „Wir haben heute einen Zuschauerrekord“, freute sich Thomas Müller. Zu dem Empfang begrüßte er Gäste aus dem gesamten öffentlichen Leben: „Das ist keine reine Parteiveranstaltung“, machte der Vorsitzende deutlich. Er hieß auch Vertreter der Grünen und der FDP aus dem Frankenberger Stadtparlament willkommen. 

Trotz Coronavirus: CDU-Politiker Friedrich Merz in Frankenberg

Das Coronavirus hinterließ aber auch beim CDU-Empfang seine Spuren. Ursprünglich habe es für die Veranstaltung 732 Anmeldungen gegeben, berichtete der Frankenberger CDU-Chef, angesichts der „allgemeinen Lage“ habe es dann aber doch einen kleinen „Schwund“ gegeben. „Menschen aus Risikogruppen sind zu Hause geblieben. Das ist verständlich und verantwortungsbewusst“, sagte Müller. 

Müller war sich der Situation durchaus bewusst: „Eine Woche später hätte der Empfang kaum noch stattfinden können“, sagte er der HNA angesichts des Coronavirus’. Ein Auftritt von Friedrich Merz am 17. März in der Stadthalle in Wetzlar auf Einladung der CDU Lahn-Dill wurde aufgrund der aktuellen Entwicklung bereits abgesagt. 

Friedrich Merz in Frankenberg - Auf dem Weg Heimatstadt und Mutter besucht

„Wir teffen uns zu keinem ganz einfachen Zeitpunkt“, trug Merz die aktuelle Lage noch mit einer gewissen Portion Humor. Bei seiner Ankunft in der Ederberglandhalle begrüßte er seine Parteifreunde schlicht mit liebevoll gefalteten Händen – anstatt mit dem obligatorischen Handschlag. Seinem langjährigen „Wahlkreisnachbarn“ Bernd Siebert, seit wenigen Tagen wieder Mitglied im Deutschen Bundestag, gratulierte er mit dem Ellenbogen. „Vielleicht können wir im nächsten Jahr gemeinsam eine gute Bundestagswahl bestreiten“, sagte Merz. Bürgermeister Rüdiger Heß als Hausherr der Ederberglandhalle überreichte dem CDU-Politiker einen Bildband „Europeade 2019 in Frankenberg“. 

Für Friedrich Merz war der Auftritt in Frankenberg quasi ein Heimspiel: Auf der Anreise hatte er unterwegs in seiner alten Heimatstadt Brilon im benachbarten Hochsauerlandkreis noch seine Mutter besucht – die feierte am Mittwoch ihren 92. Geburtstag. „Mein Vater ist 96“, sagte Merz, „meine Eltern haben mir gute Gene mitgegeben, um noch einige Jahre für die CDU und vielleicht auch für Deutschland arbeiten zu können.“ 

Der Auftritt von Friedrich Merz in Frankenberg fand nicht nur regionale, sondern auch überregionale und internationale Beachtung. Der Norddeutsche Rundfunk war mit einem Team für die Sendung „Panorama“ angereist, und ein dänisches Team von TV 2 Danmark machte Interviews und drehte seine Aufnahmen: „Vielleicht wird Merz Bundeskanzler“, begründete Uffe Dreesen von TV 2 sein Interesse. 

„Das Land interessiert sich für Friedrich Merz. Er steht auf dem Fundament christdemokratischer Werte“, sagte der Frankenberger CDU-Fraktionsvorsitzende Jannik Schwebel-Schmitt. Merz besitze die Motivation und den Willen, zukunftsweisende Entscheidungen umzusetzen und politisch zu handeln. Zusammen mit Thomas Müller überreichte er dem bekennenden BVB-Fan Merz noch ein „Präsent mit Symbolgehalt“: ein Trikot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft mit der Aufschrift „Friedrich Merz“ und der Nummer 10: „Das ist die Nummer des Spielmachers. Ich denke, das ist angemessen“, sagte Müller.

Friedrich Merz bei CDU-Empfang in Frankenberg

Friedrich Merz bei der CDU in Frankenberg Foto: mjx
 © mjx
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Nur wenige Tage nach dem Auftritt in Frankenberg steht fest: Friedrich Merz hat sich mit dem Coronavirus infiziert.

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus kaufen auch im Frankenberger Land immer mehr Kunden Lebensmittel und Haushaltsartikel, die sie in der Menge eigentlich gar nicht bräuchten. Die Supermärkte im Frankenberger Land halten solche Hamsterkäufe für unnötig.

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