Fußball-WM: Der gebürtige Mexikaner freut sich auf das Vorrundenspiel

Deutschland gegen Mexiko: Dieser Frankenberger drückt beiden die Daumen

+
Im Mexiko-Trikot: Der Frankenberger Oscar Araujo, gebürtiger Mexikaner, tippt für das Fußball-WM-Spiel zwischen Deutschland und Mexiko auf ein 1:1.

Frankenberg. Wenn die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei der WM in Russland am Sonntag gegen Mexiko antritt, dann ist das für Oscar Araujo nicht bloß ein Vorrundenspiel: "Ich drücke beiden Mannschaften die Daumen", sagt er.

Der 39-Jährige kommt aus Mexiko, lebt seit 18 Jahren in Deutschland und seit fünf Jahren in Frankenberg. „Meine Heimat ist Mexiko, meine zweite Heimat Deutschland“, sagt er. Sein Tipp für Sonntag: 1:1.

Oscar Araujo wird sich das Spiel beim Grillen mit seinem Kumpel Bernd und mit den Familien am Fernsehen angucken. „Meine Kinder sind auch Fußballfans“, erzählt er. In der Frage Deutschland oder Mexiko seien sie aber sehr diplomatisch. Oscar Araujo wird sich zumindest mit der Wahl des Trikots auf die Seite der Mexikaner schlagen: „Ich werde mein Mexiko-Trikot tragen“, verrät er. „Ich habe auch gar kein Deutschland-Trikot.“

Mit seinem Kumpel Bernd hat er deshalb eine Wette gemacht: Wenn Deutschland verliert, muss Bernd Oscars Mexiko-Trikot anziehen und ein Foto davon auf Facebook posten. Gewinnt Deutschland, zieht Oscar Bernds Deutschland-Trikot für ein Foto an.

So wie viele Mexikaner ist auch der 39-jährige Frankenberger ein großer Fußball-Fan. „Fußball ist in Mexiko die Nummer 1 – vor Boxen“, erzählt er. „Die Leute in Mexiko fiebern alle mit“, ist er sich sicher, auch wenn er die mexikanische Nationalmannschaft zuletzt kaum verfolgt habe. Hier in Deutschland sei es bei seinen Freunden und Arbeitskollegen in den letzten Tagen natürlich ein Thema gewesen, dass sein Geburtsland jetzt gegen Deutschland spielt.

Seit dem Jahr 2000 lebt Oscar Araujo in Deutschland. Er arbeitet in der Asklepios-Klinik in Bad Wildungen und nebenbei als Trainer im Fitnessstudio Charisma in Frankenberg und als Athletik-Trainer beim FC Ederbergland. Um selbst Fußball zu spielen, fehle ihm im Moment die Zeit, sagt der Vater von vier Kindern – das jüngste ist gerade neun Monate alt.

„Ich bin sehr glücklich, dass die WM jetzt beginnt“, sagt er. Nicht so glücklich war er über das Treffen der deutschen Nationalspieler Özil und Gündogan mit dem türkischen Präsidenten Erdogan. „Das war ein ungutes Ding. Ich glaube, dass das die ganze Mannschaft stört.“ Ginge es nach ihm, hätte Bundestrainer Löw die beiden nicht mit zur WM nehmen dürfen.

Trotzdem glaubt er, dass Deutschland erneut Weltmeister wird. „Wir schaffen das wieder“, ist er überzeugt. Und Mexiko? „Kommt ins Viertelfinale“, sagt Oscar Araujo, „bis dahin haben wir es immer geschafft.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.