Die Aufträge nehmen zu

Sandra Völker ist neue Leiterin der Diakonie-Sozialstation in Frankenberg

Neue Chefin: Sandra Völker leitet seit 1. September die Diakonie-Sozialstation auf der Burg in Frankenberg. Hier mit Pfarrer Oswald Beuthert (links) und Stefan Kiefer von der Geschäftsführung.
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Neue Chefin: Sandra Völker leitet seit 1. September die Diakonie-Sozialstation auf der Burg in Frankenberg. Hier mit Pfarrer Oswald Beuthert (links) und Stefan Kiefer von der Geschäftsführung.

Beim Sommerfest des Altenzentrums Auf der Burg im vergangenen Monat war sie schon dabei – jetzt wurde sie auch offiziell vorgestellt: Sandra Völker ist die neue Leiterin der Diakonie-Sozialstation in Frankenberg.

Frankenberg – Die 47-Jährige stammt aus Willingen und hat ihren Dienst am 1. September angetreten. Ihre Amtsvorgängerin war Galina Adolf, die ihrerseits 2019 die Nachfolge der langjährigen Pflegedienstleiterin Marie-Luise Hartmann übernommen hatte.

„Ich habe seit 1993 als Krankenschwester gearbeitet und war danach in der ambulanten Pflege tätig, auch in leitenden Positionen“, sagt Sandra Völker. Sie freue sich, bei der Diakonie-Sozialstation jetzt in einem „guten Konstrukt“ zu arbeiten. Ihr unterstehen knapp 90 Mitarbeiter, die Pflegebedürftige und ihre Angehörigen bei der Pflege und Betreuung zu Hause unterstützen.

Pfarrer Oswald Beuthert von der Geschäftsführung der Diako Waldeck-Frankenberg GmbH verwies beim Pressetermin auf die großen Herausforderungen, die es im Pflegebereich gebe. Es sei vor allem problematisch die Komplexität im Pflegebereich zu erfassen und umzusetzen, sagte Beuthert, der von der Politik „einen großen Wurf“ fordert. Er gehe davon aus, dass es noch bis 2050 einen großen Bedarf an Pflegekräften gebe. Erst dann fielen die sogenannten „Baby-Boomer-Jahrgänge“ raus und es gebe weniger Pflegebedürftige. „Unsere Aufträge nehmen in den vergangenen zwei, drei Jahren zu“, sagte auch Geschäftsführer Stefan Kiefer. Man suche nach geeigneten Arbeitszeitmodellen um den Kunden Lösungen zu bieten.

Während früher nur Früh-und Spätdienste möglich gewesen seien, gebe es inzwischen auch Modelle mit Rufbereitschaft, sagte Sandra Völker. Vor dem Hintergrund, dass der größte Teil der Mitarbeiter weiblich ist und in Teilzeit arbeitet, gebe es zum Beispiel mittlerweile auch sogenannte „Mutti-Touren“, die es Müttern ermögliche ihre Arbeitszeiten den Betreuungszeiten in Kitas und Schulen anzupassen. „Es gibt bestimmt genügend Kräfte, die in der Pflege arbeiten wollen, wenn die Modelle passen würden“, ist sich Oswald Beuthert sicher. Probleme bereiteten vor allem die Strukturen, nicht die Pflege an sich. Es sei alles zu sehr spartenbezogen, eine Mischung von Leistungen sei kompliziert. „Wir brauchen Versorgungsszenarien aus einer Hand“, betonte er.

Die Diakonie-Sozialstation versuche Leistungen wie Betreutes Wohnen und Essen auf Rädern zusammen anzubieten und zu verknüpfen. „Das müsste aber auch politisch mitgetragen werden“, so Kiefer.

Kontakt: Diakonie-Sozialstation Frankenberg, Ambulante Pflege, Auf der Burg 2, 35066 Frankenberg, Tel. 0 64 51/72 44 70, Fax 0 64 51/71 15 2. E-Mail: dss@diakonie-pflege-fkb.de

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