Die Stammkunden blieben treu - Vorverkauf für neues Programm auch bei der HNA

Kulturring Frankenberg hielt Rückblick auf zwei schwierige Jahre

Rückblick und Dank mit Blumen: Dieter Ohlsen (links), Vorsitzender des Kulturrings Frankenberg, und seine Stellvertreterin Susanna Krobisch ehrten in der Mitgliederversammlung des Vereins Karl-Heinz Zankel (2. von links) und Helmut Schomann (rechts) für jahrzehntelange Kulturarbeit.
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Rückblick und Dank mit Blumen: Dieter Ohlsen (links), Vorsitzender des Kulturrings Frankenberg, und seine Stellvertreterin Susanna Krobisch ehrten in der Mitgliederversammlung des Vereins Karl-Heinz Zankel (2. von links) und Helmut Schomann (rechts) für jahrzehntelange Kulturarbeit.

„Die Pandemie hatte unsere Branche nicht nur fest im Griff, sondern Monate lang lahmgelegt. Für alle Seiten – also für Künstler, Kulturinteressierte und Veranstalter eine durchaus schwierige Zeit!“ bekannte Dieter Ohlsen, Vorsitzender des Kulturrings Frankenberg, als er jetzt Rückblick auf zwei komplizierte Jahre hielt.

Frankenberg – In der Buchhandlung Jakobi war erstmals wieder unter Wahrung der Hygienebedingungen eine gut besuchte Mitgliederversammlung möglich, die deutlich machte: Der Kulturring-Verein hat trotz aller Absagen und Verschiebungen seine Planungsaktivitäten fortgeführt und Absprachen mit Künstlern für die kommende Saison getroffen.

„Ein besonderer Dank muss an unsere Stammkunden gerichtet werden, die ungeachtet der Umplanungen ihre Eintrittskarten zum allergrößten Teil nicht zurückgegeben haben“, betonte Ohlsen. Der Vorstand habe daher entschieden, auf die Berechnung der Mitgliederbeiträge 2020 zu verzichten. Gut bewährt, so berichtete der Kulturring-Vorsitzende, habe sich bereits seit 2019, dass Tickets über zwei Buchungsportale im Internet geordert werden könnten. Daneben sei der Vorverkauf auch weiter direkt in der Buchhandlung Jakobi möglich. Die digitale Ausstattung des Vereins sei auch über ein neues Mitgliederverwaltungsprogramm und einen neuen Internetauftritt verbessert worden.

Als einzige noch unter Corona-Bedingungen mögliche Veranstaltung habe man im September 2020 das Konzert mit Unterstützung durch die Sparkassen-Kulturstiftung der Kammer-Sinfonie Stuttgart in der Liebfrauenkirche anbieten können, für das es viele begeisterte Rückmeldungen gegeben habe.

Der Chef des Frankenberg Kulturrings dankte an dieser Stelle besonders seiner Stellvertreterin Susanna Krobisch, die in Kontakt mit Künstlern, Agenturen, Hallen und Ticketbetreibern immer wieder neue Absprachen treffen musste. Ohlsen: „Nicht nur Corona war dabei Unsicherheit, sondern auch die sich nach wie vor verlängernde Umbauzeit der Ederberglandhalle.“

Den Finanzbericht für die Rechnungsjahre 2019 und 2020 legte Birgit Gabriel, Schatzmeisterin des Kulturrings, vor. Nur mit Hilfe von Fördermitteln der Stadt Frankenberg, der Kreisvolkshochschule und Spendern sei das im Jahr 2019 noch reiche Programmangebot mit fast 1500 Besuchern finanzierbar gewesen, wobei sich die Sparte Kabarett erneut als am erfolgreichsten erwiesen hätte.

Im Jahr 2020 kurz vor und einmal während der Pandemie konnten nur noch 620 Besucher gezählt werden.

Dem Kulturring-Vorstand wurde von der Jahreshauptversammlung einstimmig Entlastung erteilt. Seit 2019 gehören ihm neben den drei Genannten auch Marie-Luise Kinzel und Barbara Schindhelm an.

Zu Beginn der Mitgliederversammlung hatte Buchhändlerin Inge Jakobi mit Lebensbeschreibung und Lesebeispiel auf den Potsdamer Astronomen und Schriftsteller Bruno H. Bürgel (1875-1948) hingewiesen, dem Literaturfreund Karl-Heinz Hartmann (Schreufa) ein Büchlein gewidmet hat.

Konzert, Kabarett und Kindertheater

In der Jahreshauptversammlung des Kulturrings wurde das für die Spielzeit 2021/22 geplante Programm mit allen Terminen und Künstler vorgestellt: Es wird eröffnet mit dem „Konzert im Denkmal“ in der Liebfrauenkirche am 12. September 2021 mit dem „Duo Concento“.

Vier Kabarett-Abende sind mit Spitzenstars der Bühne geplant am 23. Oktober 2021 mit Lisa Feller, am 2. November 2021 mit Sissi Perlinger sowie Frieda Braun am 23. und 24. November 2021. Zum Kindertheater mit „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ bittet das Hessische Landestheater Marburg am 14. Dezember.

Für das Jahr 2022 plant der Kulturring ein Konzert mit dem Akkordeonvirtuosen Alexandre Bytchkov am 3. April 2022, ferner mit dem Kabarettisten Mathias Richling am 9. Oktober 2022 sowie mit den Stars aus der TV-Serie „Mockridges“ Margie Kinsky & Bill Mockridge am 6. November 2022.

Vorverkauf bei der HNA

Für einige dieser Auftritte gibt es auch Eintrittskarten im Vorverkauf bei der HNA-Geschäftsstelle in Frankenberg (Bahnhofstraße 21). Hier die Künstler und die entsprechenden Eintrittspreise:

Lisa Feller:

1. Kategorie: 28 Euro

2. Kategorie: 25 Euro

3. Kategorie: 21 Euro

Sissi Perlinger:

1. Kategorie: 28 Euro

2. Kategorie: 25 Euro

3. Kategorie: 21 Euro

Frieda Braun:

1. Kategorie: 28 Euro

2. Kategorie: 25 Euro

3. Kategorie: 21 Euro

Mathias Richling:

1. Kategorie: 32 Euro

2. Kategorie: 29 Euro

3. Kategorie: 25 Euro

Bill Mockridge:

1. Kategorie: 33 Euro

2. Kategorie: 29 Euro

3. Kategorie: 25 Euro

Jeweils zuzüglich Ticketgebühr: ein Euro pro Karte.

Die Auftritte der drei Kabarettistinnen finden in der Kulturhalle, die der Männer in der Ederberglandhalle statt. Beginn ist jeweils um 20 Uhr, nur Bill Mockridge bereits um 18 Uhr. jun

Karl-Heinz Zankel und Helmut Schomann geehrt

Der Frankenberger Kulturring nutzte die erste Mitgliederversammlung nach langer Corona-Pause, verdienten Vorstandsmitgliedern Dank zu sagen.

Dabei erinnerte Vorsitzender Dieter Ohlsen zunächst an seinen 2018 verstorbenen Vorgänger Werner Bistritz, der sich seit 2010 intensiv für das Kulturleben in Frankenberg eingesetzt habe.

Ihm zur Seite stand als 2. Vorsitzender mehrere Jahre Karl-Heinz Zankel, aktiv im Kulturring-Vorstand bereits seit 2008, wie Ohlsen berichtete. Das von Zankel nicht nur drucktechnisch betreute Jahresprogramm-Heft („bei uns zu Hause ganzjährig griffbereit!“) sei ein wesentliches Erkennungszeichen des Kulturrings gewesen.

Zankels Kontakt zu Sponsoren, Werbung im öffentlichen Raum und vielfältige Zuständigkeiten waren eine wertvolle Unterstützung für die Kulturarbeit in Frankenberg, sagte Dieter Ohlsen in seiner Dankesrede.

Auf eine „unglaublich lange Zeit in ganz vielen Rollen“ blickte Dieter Ohlsen bei der Ehrung von Helmut Schomann zurück: Schomann arbeitete bereits in den frühen 1980er-Jahren im Kulturring-Vorstand mit, organisierte Theater-Fahrten nach Kassel und später Abo-Reihen für Konzert und Theater in der Ederberglandhalle.

Zweimal übernahm Schomann selbst den Vorsitz im Kulturring, 1989 nach Klaus Hartmann und 1998 nach Rainer Pecher. Von 2003 bis 2019 verwaltete der die Kasse des Frankenberger Kulturrings.

Zum Dank für die jahrzehntelange aktive Mitarbeit ernannte der Vorsitzende des Frankenberger Kulturring nun Helmut Schomann zum Ehrenmitglied des Vereins.

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