Zuspruch für Forderung des Kommunalverbands 

Diskussion um Einkaufen am Sonntag im Kreis Waldeck-Frankenberg

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Regulär sind bis zu vier verkaufsoffene Sonntage in Hessen möglich. Allerdings muss ein Fest, wie hier das Herbststadtfest in Frankenberg, den Rahmen bilden.

Waldeck-Frankenberg. Der hessische Städte- und Gemeindebund will eine Lockerung bei der Genehmigung von verkaufsoffenen Sonntagen. Die Auflagen seien zu hoch, so die Kritik.

Jürgen Tent, Vorsitzender der Korbacher Hanse, kritisiert die „schwammige Regelung“. Man brauche klare Vorgaben, „gern auch eine klare Anzahl“.

Vier Sonntage im Jahr, an denen Geschäfte öffnen dürfen, sind regulär in hessischen Kommunen möglich. Allerdings muss es einen konkreten Anlass wie einen Markt geben. Der Kommunalverband findet diese Regelung zu streng. Von der Anzahl der vier Sonntage solle aber nicht abgewichen werden. Auch Jürgen Tent findet die Bedingungen zu eng gefasst.

Konkurrenz mit Online-Geschäft

Eine Ausweitung auf mehr Tage strebt auch die Korbacher Hanse nicht an. Dennoch seien diese vier Tage wichtig, so Tent, damit der Einzelhandel gegen das Online-Geschäft bestehen könne. Mehr als vier Tage braucht auch Handel, Handwerk und Gewerbe (HHG) in Bad Arolsen nicht, sagt Vorsitzender Ulf Stracke. 

Zum einen brauche man auch mal einen freien Tag, zum anderen müsse man auch die Wirtschaftlichkeit im Blick behalten. Denn auch das Personal müsste bezahlt werden, wie Reckhard Pfeil vom Bad Wildunger Stadtmarketing sagt. Aus Sicht der Kurstadt reichen vier Sonntage, vereinzelt offene Geschäfte gebe es in Wildungen aber auch zwischendurch. „Das kann jeder selbst entscheiden.“

Ruhezeiten seien wichtig, der Sonntag solle nicht ein Tag wie jeder andere werden, sagt Petra Hegmann, Dekanin des Kirchenkreises Eder. „Ich finde es gut, dass die verkaufsoffenen Sonntage begrenzt sind.“ Es lasse sich nicht vermeiden, dass Menschen sonntags arbeiten. „Ich halte auch nichts davon, gegen jeden verkaufsoffenen Sonntag zu Felde zu ziehen. Beides sollte aber die Ausnahme von der Regel bleiben.“

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