Flutkatastrophe

Einsatz im Hochwassergebiet: THW-Helfer aus der Region kehren nach drei Wochen Dauereinsatz zurück

Wohlbehalten wieder in der Heimat: (von links) Gerhard Beaupain, Felix Geisler, Adrian Brand und Maxim Bretter kehrten nach ihrem Einsatz im Katastrophengebiet unversehrt wieder nach Frankenberg zurück. In Bad Neuenahr halfen sie und rund 80 weitere Kollegen mit, die bisher längste Behelfsbrücke in der Geschichte des THW zu bauen.
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Wohlbehalten wieder in der Heimat: (von links) Gerhard Beaupain, Felix Geisler, Adrian Brand und Maxim Bretter kehrten nach ihrem Einsatz im Katastrophengebiet unversehrt wieder nach Frankenberg zurück. In Bad Neuenahr halfen sie und rund 80 weitere Kollegen mit, die bisher längste Behelfsbrücke in der Geschichte des THW zu bauen.

Die Frankenberger THW-Helfer sind nach drei Wochen Dauereinsatz in den Hochwassergebieten wohlbehalten zurück - sie haben einiges erlebt.

Frankenberg - Es war der bislang längste Einsatz des Frankenberger Technischen Hilfswerks (THW): Nach dreieinhalb Wochen in den von Hochwasser betroffenen Gebieten rund um Bad Neuenahr kehrten mit Gruppenführer Felix Geisler, Gerhard Beaupain, Adrian Brand und Maxim Bretter am Sonntagnachmittag die letzten heimischen THW-Helfer in ihren Stützpunkt in der Auestraße in Frankenberg zurück.

Nach der Flutkatastrophe Mitte Juli hatte das Frankenberger THW insgesamt 20 Freiwillige in das vom Unwetter betroffene Gebiet in Rheinland-Pfalz entsandt. Eine zwölfköpfige Gruppe um Michael Fröchtenicht war schon unmittelbar nach der Hochwasserkatastrophe ins Einsatzgebiet ausgerückt, sie kehrte bereits am 18. Juli nach Frankenberg zurück.

Flutkatastrophe: Frankenberger THW-Helfer mit Radbagger und schwerem Gerät ausgerückt

Nach dem Hochwasser im Westen der Republik war zudem noch eine weitere Frankenberger THW-Gruppe mit Radbagger und schwerem Gerät in die Flutgebiete ausgerückt. In ihrem Einsatzort in Bad Neuenahr-Ahrweiler und den umliegenden Ortschaften wie Dernau und Kirchsahr waren die THW-Kräfte zunächst vor allem mit Rodungsarbeiten, Erdaushub für die Straßen und dem Abriss eines Parkhauses beschäftigt. „Wir waren dreieinhalb Wochen im Dauereinsatz“, berichtet Felix Geisler.

Dann wurden die Frankenberger THW-Leute noch mit einer ganz besonderen Aufgabe betraut. Nachdem durch das Hochwasser in Bad Neuenahr nahezu alle Brücken zerstört waren, sollte das THW eine Behelfsbrücke bauen. „Das war schon eine besondere Herausforderung“, erzählt Geisler. Die Brücke habe errichtet werden müssen, um die beiden Stadtteile, die durch die Ahr getrennt sind, verkehrsmäßig wieder miteinander verbinden zu können. „Vorher hat den Menschen eine behelfsmäßige Fähre dazu gedient, den Fluss zu überqueren.“

Frankenberger THW-Helfer bauten längste Behelfsbrücke in der Geschichte des THW

Die Daten der Brücke, die von den Frankenberger THW-Helfern zusammen mit rund 80 anderen THW-Kollegen in einer „höchst zeitintensiven Aktion“ gebaut wurde: 50 Meter lang und 150 Tonnen schwer. Sogar Schwerlastverkehr kann über die Brücke rollen. „Die Brücke besteht aus 14 500 Einzelteilen und wird von 6500 Schrauben zusammengehalten“, erklärt der Frankenberger THW-Ortsbeauftragte Manuel Steiner. Er hielt von Frankenberg aus ständigen Kontakt zu seinen Einsatzkräften. Nach der Rückkehr galt sein Dank allen Helfern für ihren großen Einsatz.

„Das ist die größte Brücke, die in der Geschichte des THW jemals errichtet wurde“, berichtet Zugführer Felix Geisler: Nach Fertigstellung sei die Brücke von THW-Vizepräsidentin Sabine Lackner sogar hochoffiziell eingeweiht worden. (Gerhard Meiser)

Auch Mitglieder der DRK-Landesverstärkung Fritzlar und des THW Ortsverbands Homberg sind in das Flutgebiet in Rheinland-Pfalz gereist und haben geholfen. Ein Einblick in ihre Erlebnisse.

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