1. Startseite
  2. Lokales
  3. Frankenberg / Waldeck
  4. Frankenberg (Eder)

DRK Frankenberg will Standort in der Auestraße erweitern

Erstellt:

Von: Susanna Battefeld

Kommentare

In der Auestraße in Frankenberg will der DRK-Kreisverband seinen Verwaltungssitz (rechte Bildhälfte) erweitern und dafür das Grundstück des Katastrophenschutzzentrums (linke Bildhälfte) von der Stadt kaufen. Die Stadt baut derzeit im Gewerbegebiet Auf den Weiden einen neuen Feuerwehrstützpunkt.
In der Auestraße in Frankenberg will der DRK-Kreisverband seinen Verwaltungssitz (rechte Bildhälfte) erweitern und dafür das Grundstück des Katastrophenschutzzentrums (linke Bildhälfte) von der Stadt kaufen. Die Stadt baut derzeit im Gewerbegebiet Auf den Weiden einen neuen Feuerwehrstützpunkt. © Susanna Battefeld

Der DRK-Kreisverband Frankenberg will seinen Standort in der Frankenberger Auestraße für die Zukunft ausbauen und das derzeit noch vom Katastrophenschutz genutzte Nachbargrundstück kaufen.

Frankenberg – Das kündigte Geschäftsführer Christian Peter in der Kreisversammlung in Frankenberg an. Die Stadt Frankenberg baut aktuell im Gewerbegebiet Auf den Weiden für rund neun Millionen einen neuen Feuerwehrstützpunkt und wird das 1974 errichtete Katastrophenschutzzentrum aufgeben.

Das an das DRK-Areal angrenzende Gelände sei dem Kreisverband von der Stadt Frankenberg zum Kauf angeboten worden, teilte Peter mit. „Damit wäre unser Platzbedarf für die nächsten 30 Jahre gesichert.“

Zum Grundstückskaufpreis konnte der DRK-Geschäftsführer noch keine Angaben machen. Insgesamt seien im ideellen Bereich des DRK-Kreisverbandes im kommenden Jahr Investitionen von 4,6 Millionen Euro vorgesehen.

Vorstand des DRK-Kreisverbandes: (von links) Geschäftsführer Christian Peter, Kreisvorsitzender Karl-Friedrich-Frese, Kreisverbandsarzt Dr. Stefan Packebusch, die verabschiedete Kreisbereitschaftsleiterin Bettina Eckel, Konventionsbeauftragter Gerhard Finger, stellvertretender Vorsitzender Klaus Cronau und Schatzmeister Rainer Opper.
Vorstand des DRK-Kreisverbandes: (von links) Geschäftsführer Christian Peter, Kreisvorsitzender Karl-Friedrich-Frese, Kreisverbandsarzt Dr. Stefan Packebusch, die verabschiedete Kreisbereitschaftsleiterin Bettina Eckel, Konventionsbeauftragter Gerhard Finger, stellvertretender Vorsitzender Klaus Cronau und Schatzmeister Rainer Opper. © Battefeld, Susanna

Um den DRK-Stützpunkt für die Zukunft aufzustellen, sei auch ein Fachplaner zu Rate gezogen worden. Nach dessen Gutachten sei es eindeutig die beste Variante, am Standort Auestraße zu bleiben und dort zu expandieren, sagte Peter.

Auch DRK-Kreisvorsitzender Karl-Friedrich Frese warb für den Kauf: „Wir müssen uns auch verwaltungstechnisch neu aufstellen“, sagte er. Das derzeit genutzte Verwaltungsgebäude sei beispielsweise nicht barrierefrei. Erster Schritt sei jetzt, das angebotene Grundstück zu kaufen. „Das wird nicht billig, aber ist es wert“, betonte er. Im kommenden Jahr sollen die Planungen anlaufen, die Umsetzung soll 2024 erfolgen.

Modernisierung des Albert-Schweitzer-Lagers

Weiterer größerer Posten im Planungsansatz sind 400 000 Euro Modernisierungskosten für das Albert-Schweitzer-Lager am Edersee. Nachdem das Jugendheim in den vergangenen Jahren – auch mit EU-Mitteln – umfassend saniert worden war, soll es jetzt an die öffentliche Kanalisation angeschlossen werden. Die Arbeiten seien zwar aufwendig, da die Leitung unter dem See verlaufen müsse, es sei aber eine einmalige Investition und die Lage des Jugendheims sei es auf jeden Fall wert, betonte Christian Peter. „Das Albert-Schweitzer-Lager ist ein Sahnestück, das gibt man nicht ohne Not aus der Hand“, pflichtete auch Frese bei.

Die Delegierten stimmten einstimmig für den vorgelegten Wirtschaftsplan 2023.

Schatzmeister Rainer Opper stellte die Jahresrechnung 2021 vor, die 69 000 Euro Bilanzgewinn ausweist, welche in das Eigenkapital fließen. „Das ist ein ausgesprochen gutes Ergebnis in diesen Zeiten“, betonte Kreisvorsitzender Frese.

Der DRK-Kreisverband Frankenberg sei 2021 von knapp 1600 Fördermitgliedern und 150 aktiven Mitgliedern in den Bereitschaften getragen worden, teilte Geschäftsführer Christian Peter in seinem Geschäftsbericht für 2021 mit. Insgesamt seien mehr als 4000 freiwillige und ehrenamtliche Stunden erbracht worden.

Mehr hauptamtliche Mitarbeiter

Die Zahl der hauptamtlichen Mitarbeiter sei mit 860 Personen am Stichtag 31. Dezember 2021 konstant gestiegen. Monatlich würden knapp 2 Millionen Euro an Gehältern ausgezahlt, sagte der Geschäftsführer.

Im Bereich der Senioren- und Sozialarbeit sei mit 927 Hausbesuchen und 157 sozialen Beratungen der coronabedingten Vereinsamung aktiv entgegengewirkt worden. „Eine gestiegene Anzahl von Privatinsolvenzanträgen – auch im Bereich der Rentner – zeigt, dass die Pandemie auch und gerade bei Rentnern ihre Wirkung zeigt“, teilte Peter mit.

9488 Einsätze im Rettungsdienst

Beim Rettungsdienst mit rund 9488 gefahrenen Einsätzen haben drei Notfallsanitäter ihre Abbildung abgeschlossen und sind in den hauptamtlichen Dienst übernommen worden. Die Personalakquise für die Pflege gestalte sich immer schwieriger, daher sei die Vergütung angepasst worden, um den anspruchsvollen Beruf attraktiver zu machen.

Auch interessant

Kommentare