Edertalschüler behandeln Kommunalwahl im Unterricht

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Sie wollen bei den Kommunalwahlen den Durchblick haben: Edertalschüler der Jahrgangsstufe 12 behandeln das Thema im PoWi-Unterricht. 

Frankenberg. Die Ortsbeiräte am Beispiel Allendorf, das Stadtparlament am Beispiel Frankenberg: Wo Politik in den Dörfern und Städten gemacht wird, darüber haben sich Schüler der Jahrgangsstufe 12 der Edertalschule informiert.

Seit drei Wochen behandeln sie das Thema Wahlen im Politik- und Wirtschaftsunterricht (PoWi). Diese Woche präsentierten sie ihre Ergebnisse in einer Schulstunde, in der die HNA dabei sein durfte.

Die Beiträge der Schüler

In Gruppen haben die Zwölftklässler des Grundkurses bei Lehrer Marco Böhnisch verschiedene Themen rund um die anstehende Kommunalwahl erarbeitet. Anhand von Plakaten, Musterstimmzetteln und Power-Point-Präsentationen zeigen sie die Unterschiede zwischen Ortsbeiräten, Gemeinde- und Stadtparlamenten sowie Kreistag, zudem deren Aufgaben und die politischen Ziele der Bewerber und Parteien.

Fragen der Schüler

Anschließend dürfen die Mitschüler Fragen dazu stellen. Diese betreffen zum Beispiel die Anzahl der Mitglieder in den Ortsbeiräten. Und eine Frage lautet: „Für was steht noch mal FWG?“ Für die Freie Wählergemeinschaft.

Das Fazit

„Wie ihr hier gesehen habt, könnt ihr bei den Kommunalwahlen auf Themen einwirken, die euch direkt betreffen“, sagt Lehrer Marco Böhnisch. „Als Wähler sollte man sich Themen aussuchen, die einem wichtig sind, und dann schauen, was die Parteien dazu sagen.“ Er weist seine Schüler darauf hin, dass es schwierig ist, eine Partei zu finden, die in allen Punkten mit den eigenen Ansichten übereinstimmt.

Die Vorkenntnisse

Laut Marco Böhnisch hatten vor allem diejenigen Schüler Vorkenntnisse in Kommunalpolitik, deren Verwandte oder Bekannte politisch aktiv sind und bei denen zu Hause über lokalpolitische Angelegenheiten diskutiert wird. „Allgemeines Wissen über die Parteien wird mitgebracht“, sagt der PoWi-Lehrer. Es sei aber wichtig, die Kommunalpolitik in der Schule zu behandeln. „Denn die Zusammenhänge zwischen Entscheidungen in einer Stadt, wie zum Beispiel zur Eröffnung des Frankenberger Tors, und wie es dazu gekommen ist, sind vielen Schülern unbekannt.“

Die Rolle des Lehrers

Auch wenn in Klasse 12 noch nicht alle volljährig und somit wahlberechtigt sind, vermittelt die Schule nach Ansicht von Marco Böhnisch Kenntnisse, die die Schüler auch für kommende Wahlen wappnen. „Es geht im Unterricht nicht darum, dass die Schüler sich für eine Partei entscheiden, sondern dass sie das Werkzeug dafür bekommen, sich selbstständig über Politik zu informieren.“ Was extreme Parteien betrifft, sollen die Schüler sensibilisiert werden, „damit sie Rattenfängern nicht auf den Leim gehen“.

Die Informationsquellen

Die Schüler informieren sich zur anstehenden Kommunalwahl vorwiegend über persönliche Gespräche, über Wahlplakate und über Internetseiten von Zeitungen und Nachrichtensendern. Informations-Apps fürs Smartphone sind laut Marco Böhnisch längst angesagt. „Es ist ein Kernanliegen des Faches PoWi, zu vermitteln, dass man vorsichtig im Umgang mit Quellen ist. Denn im Internet wird viel Unreflektiertes verbreitet.“

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