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Edertalschule Frankenberg: Schulleiter Otto verabschiedet, Nachfolger vorgestellt

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Von: Karl-Hermann Völker

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Dank und Anerkennung: Kultusminister Prof. Dr. Alexander Lorz (rechts) überreichte persönlich beim Open-Air-Classic am Freitagabend in Frankenberg die Ruhestandsurkunde an Oberstudiendirektor Claus-Hartwig Otto.
Dank und Anerkennung: Kultusminister Prof. Dr. Alexander Lorz (rechts) überreichte persönlich beim Open-Air-Classic am Freitagabend in Frankenberg die Ruhestandsurkunde an Oberstudiendirektor Claus-Hartwig Otto. © Karl-Hermann Völker

Die Edertalschule in Frankenberg hat ab dem neuen Schuljahr einen neuen Schulleiter: Markus Koch wird Nachfolger von Claus-Hartwig Otto, der in Ruhestand geht.

Frankenberg – Fahnen und farbiges Licht vor dem Abendhimmel, auf der Bühne das große Jugendsinfonieorchester, dazu der Beifall von mehr als 1000 Zuhörern: Feierlicher konnte für Oberstudiendirektor Claus-Hartwig Otto, den Schulleiter an der Edertalschule, der Abschied nicht sein. Ihm zu Ehren erklang am Freitag die Schulhymne „Pomp and Circumstance“ von Edward Elgar.

Kultusminister Professor Dr. Alexander Lorz, Schirmherr und Gast des 15. Frankenberger Open-Air-Classic, überreichte dem Pädagogen persönlich die Urkunde zur Versetzung in den Vorruhestand. Acht Jahre stellvertretender Leiter der König-Heinrich-Schule Fritzlar, fünf Jahre Direktor am Gymnasium Melanchthonschule im Steinatal/Schwalm, weitere fünf Jahre am Frankenberger Gymnasium von insgesamt 40 Jahren im Dienst des Landes Hessen – dies sei ein „vielfacher Grund, einmal ganz herzlich Dank zu sagen für eine solche Lebensleistung“, sagte Lorz.

Für Claus-Hartwig Otto gehen in Frankenberg fünf erfolgreiche, aber auch schwierige Jahre an der Edertalschule zu Ende. Zu den auch nach außen sichtbaren Veränderungen des Gymnasiums gehörte das Anwachsen der Schülerzahl von 1100 auf rund 1250, verbunden mit einer deutlichen Verjüngung des Kollegiums. „Von 87 Lehrerstellen wurden während meiner Amtszeit 37 neu besetzt“, erklärte Otto. Er habe dazu die Umstellung von G8 auf G9, den zeitweiligen Überhang von Stellen und die Möglichkeiten, Vertretungslehraufträge durch feste Stellen zu ersetzen, genutzt. Außerdem gab es eine große Zahl von Pensionierungen.

„Ich hatte an der Edertalschule in Frankenberg eine unheimlich schöne und intensive Zeit.“

Claus-Hartwig Otto

„Ich hatte an der Edertalschule in Frankenberg eine unheimlich schöne und intensive Zeit“, bilanzierte Otto. Sie sei allerdings auch belastet gewesen von der Corona-Pandemie, „während der unsere Schule zeitweilig wie eingefroren erschien“. Wöchentlich habe die Schulleitung Elternbriefe verfasst, den Kontakt zu den Schülern im Lockdown gehalten und „das Gymnasium so unaufgeregt wie möglich über diese Corona-Krise gebracht“.

Leider sei dabei die Umstellung auf die digitalen Medien noch nicht so umgesetzt worden, wie es notwendig gewesen wäre. „Trotz unseres dringenden Bedarfs und Einsatzes ist die Edertalschule vom Schulträger Landkreis Waldeck-Frankenberg bei der Umsetzung des Digital-Paktes, der eine Verbesserung der digitalen Vernetzung, WLAN an Schulen und die Anschaffung von Geräten für 10,4 Millionen Euro vorsieht, ganz am Ende der Liste gelandet – Verwirklichung soll nun erst 2024 sein“, bedauerte der scheidende Schulleiter.

Gebürtiger Nordhesse Markus Koch wird Nachfolger

Aber er freue sich, dass mit der erst tags zuvor bekannt gewordenen Ernennung seines Nachfolgers Markus Koch ein nahtloser Übergang garantiert sei. Mit Markus Koch, bisher Studiendirektor in der erweiterten Schulleitung des Kreisgymnasiums Heinsberg in Nordrhein-Westfalen, kehrt ein Nordhesse in seine Heimat zurück. Er wurde 1976 in Homberg/Efze geboren und studierte in Kassel Deutsch und Geschichte.

Markus Koch, neuer Schulleiter der Edertalschule in Frankenberg
Markus Koch, neuer Schulleiter der Edertalschule in Frankenberg © Karl-Hermann Völker

Am Gymnasium von Heinsberg leistete Markus Koch seine Referendarzeit für die zweite Lehrerprüfung ab. Es gefiel ihm dort so gut, dass er an der Schule blieb und später in der erweiterten Schulleitung bis heute mitwirkte. „Dieses Gymnasium mit großem ländlichem Einzugsbereich hat eine ähnliche Struktur wie die Edertalschule“, berichtete Koch der HNA. Er freut sich, dass er seine Erfahrungen von dort nun auch in Frankenberg einbringen kann.

Seine Frau Diana Lehmann-Koch hat in Frankenberg Abitur gemacht. Dies sei ein weiterer Grund für seine Bewerbung gewesen. „Ich habe immer wieder von der großen Resonanz gehört, die die Edertalschule mit ihren Chören und Orchestern weit über die Region hinaus gefunden hat. Ich freue mich schon darauf, diese Schule kennenzulernen.“

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