Unglück nur um Sekunden vermieden

Ohne Knacken umgefallen - Ehepaar beinahe von morschem Baum erschlagen

Glück im Unglück: Ehepaar wurde bei Frankenberg beinahe von morschem Baum erschlagen
+
Helmut und Monika Eigenbrodt an der Stelle, wo die alte Eiche (links) über den Fußweg gefallen ist, auf dem das Ehepaar Sekunden vorher mit seinem Hund spazieren ging. 

Eigentlich wollte ein Ehepaar aus Viermünden nur spazieren gehen. Doch dann ging neben plötzlich eine riesige alte Eiche zu Boden.

  • Ehepaar geht in Wald bei Frankenberg spazieren 
  • Baum fällt den Beiden vor die Füße - Unglück knapp verpasst 
  • Forstamt wird Lage vor Ort sondieren 

Frankenberg - „Wir hatten mehr Glück als Verstand“: Eigentlich wollte ein Ehepaar aus Viermünden nur spazieren gehen. Doch dann ging neben dem Paar plötzlich eine riesige alte Eiche zu Boden. Monika und Helmut Eigenbrodt aus Viermünden im Kreis Waldeck-Frankenberg waren vor ein paar Tagen mit ihrem Hund im sogenannten „Postwinkel“ unterwegs, als das Unheil passierte. 

Ehepaar beinahe von Baum erschlagen: Wie in Zeitlupe umgefallen

Das ist ein schmaler Fußweg am Ortsrand, der am Waldrand des Heinzemannskopfes entlangführt. „Ich war schon ein Stück vorgegangen, als mein Mann mich auf den Baum aufmerksam machte – da fiel er auch schon um“, erzählt Monika Eigenbrodt. „Das passierte wie in Zeitlupe. Man hat auch nichts gehört: kein Knistern, kein Knacken, nichts.“

Der riesige Stamm fiel quer über den Fußweg und verfehlte das Ehepaar nur um wenige Meter. „Das hätte böse ausgehen können“, sagen beide. „Auf dem Rückweg sind wir über die Äste gestiegen. Da habe ich erst gemerkt, was das für ein Koloss ist“, sagt Monika Eigenbrodt.

Ehepaar beinahe von Baum erschlagen: Eiche über 200 Jahre alt

Die Eiche, deren Alter er auf 200 bis 300 Jahre schätzt, sei schon seit mehreren Jahren vertrocknet gewesen, erzählt Helmut Eigenbrodt. „Die kenne ich schon seit meiner Kindheit.“

Nur wenige Meter entfernt sei vor einigen Jahren bereits eine andere, ähnlich alte Eiche umgekippt, merkt Renate Kruppa an, die nur eine knappe Stunde vor dem Vorfall ebenfalls mit ihren Enkeln im „Postwinkel“ unterwegs war. „Am Waldrand stehen noch weitere alte Bäume, die meiner Ansicht nach auch umsturzgefährdet sind“, sagt sie.

Die Unfallstelle von oben: Ortsvorsteher Matthias Armand und Renate Kruppa an der Wurzel des Baumes.

Ehepaar beinahe von Baum erschlagen: Zustand der Bäume werde regelmäßig überprüft

Sowohl Renate Kruppa als auch Ortsvorsteher Matthias Armand haben das Frankenberger Forstamt informiert. „Es wäre gut, wenn mal jemand von denen vorbeikäme“, sagt Armand. In Absprache mit dem zuständigen Revierleiter sei bereits vereinbart worden, dass Familie Kruppa den morschen Stamm und die umherliegenden Äste entsorgt.

„Wir werden uns das auf jeden Fall vor Ort ansehen“, sagte Revierleiter Fabian Krämer der HNA auf Nachfrage. Es müsse allerdings auch geklärt werden, ob der Baum zum Kreiswald gehört. Falls noch weitere Bäume gefährdet seien, müsse eine mögliche Fällung zudem mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt werden, sagt Krämer.

Grundsätzlich überprüfe Hessen-Forst regelmäßig den Zustand der Bäume, um seiner Verkehrssicherungspflicht nachzukommen. Unter Umständen gehöre es aber auch „zum normalen Lebensrisiko“, wenn am Waldrand ein Baum umfalle.

Aus der Region: Die Kasseler Feuerwehr kam nicht: Jetzt ist Papagei Riko tot

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.