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Ehrentag für Geismar: Dorf und TSV ausgezeichnet

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Von: Gerhard Meiser

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Bei der Auszeichnung Geismars:  (von links) Regierungspräsident Mark Weinmeister, Geismars Ortsvorsteher Stefan Scholl, TSV-Vorsitzender Rainer Kann, Erster Stadtrat Willi Naumann und Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese.
Bei der Auszeichnung Geismars: (von links) Regierungspräsident Mark Weinmeister, Geismars Ortsvorsteher Stefan Scholl, TSV-Vorsitzender Rainer Kann, Erster Stadtrat Willi Naumann und Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese. © mjx

Der 28. Mai 2022 wird in die Chronik des Frankenberger Stadtteils Geismar eingehen. Aus Anlass seines 825-jährigen Bestehens erhielt der Ort die Freiherr-vom-Stein-Ehrenurkunde des Landes Hessen, der Turn- und Sportverein zum 100. Geburtstag die Silberne Ehrenplakette des Landkreises Waldeck-Frankenberg.

Geismar - Eigentlich ist Geismar schon im vergangenen Jahr 825 Jahre alt geworden. Und der TSV Geismar schon vor zwei Jahren 100 Jahre. Die beiden Jubiläen konnten wegen Corona aber nicht gefeiert werden. Zumindest zwei hohe Ehrungen wurden nun nachgeholt: Bei einer Open-Air-Feier am Samstagnachmittag auf dem Gelände des Geismarer Schützenvereins wurde das Dorf mit der Freiherr-vom-Stein-Ehrenurkunde des Landes geehrt. Und der Turn- und Sportverein Geismar wurde mit der Silbernen Ehrenplakette des Landkreises ausgezeichnet.

Die Lobreden hielten Nordhessens Regierungspräsident Mark Weinmeister, Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese und Frankenbergs Erster Stadtrat Willi Naumann, die Urkunden nahmen Ortsvorsteher Stefan Scholl und TSV-Vorsitzender Rainer Kann entgegen. „Als Ortsvorsteher bin ich sehr stolz auf unser Dorf“, sagte Scholl.

1196 erstmals urkundlich erwähnt, ist Geismar inzwischen schon 826 Jahre alt, der 1920 gegründete TSV sogar schon 102. In würdigem Rahmen während des Ehrenschützenkönigsschießens des örtlichen Schützenvereins (siehe Bildkasten) wurden die Ehrungen nun offiziell nachgeholt; musikalisch umrahmt vom Posaunenchor.

„Auf dem Dorf steht man als Gemeinschaft zusammen, dort bringt sich jeder in das Dorfleben ein“, gratulierte Regierungspräsident Weinmeister zur Freiherr-vom-Stein-Urkunde. „Wir wollen die kommunale Selbstverwaltung“, machte Weinmeister vor allem auf die Initiativen des Freiherrn vom Stein aufmerksam, dass die Menschen in den Städten und Dörfern selbst darüber entscheiden sollten, wie sie ihren Ort gestalten (siehe Hintergrund rechts oben). „Wir müssen unsere Entwicklung selbst in die Hand nehmen“, sagte der Regierungspräsident.

Wie Weinmeister erinnerte, wurde die Freiherr-vom-Stein-Plakette schon am 9. Juni 1973 an die Stadt Frankenberg verliehen. Für die Stadtteile gebe es bei Jubiläen daher immer die Freiherr-vom-Stein-Ehrenurkunde. Die überreichte der Regierungspräsident nun im Auftrag von Innenminister Peter Beuth „in Anerkennung der von den Einwohnern zum Wohl des Gemeinwesens geleisteten Arbeit“.

Die Silberne Ehrenplakette des Landkreises überreichte Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese an den TSV-Vorsitzenden Rainer Kann. „Der TSV Geismar setzt sich seit mehr als 100 Jahren für den Sport und für die dörfliche Gemeinschaft ein“, lobte Frese. Daher sei es die Aufgabe der Kreispolitik, die Vereine zu unterstützen.

Dass Vereine unter Nachwuchsmangel leiden, sei vor allem den vielfältigen Angeboten für die jungen Leute in einer multikulturellen Gesellschaft geschuldet, merkte Frese an. Deshalb müssten Lösungen gefunden werden, auch mit weniger Menschen in den Dörfern Sport treiben zu können. „Dem TSV Geismar wird es gelingen, neue Ideen zu haben, um die Menschen zu erreichen und den Sport weiterzuentwickeln“, sagte Frese.

„Geismar gehört mit seinen 825 Jahren zu den ältesten Orten im Frankenberger Stadtgebiet. Und der Sportverein ist ein wichtiger Garant für die Dorfgemeinschaft“, gratulierte Erster Stadtrat Willi Naumann den beiden Jubilaren. Sein besonderer Dank galt den vielen Ehrenamtlichen. „Ohne sie wäre all das nicht möglich gewesen.“ (mjx)

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