Heilige Messe in Katholischer Kirche

Erster Gottesdienst mit Corona-Regeln in Frankenberg

+
Der Gottesdienst am Sonntag in der katholischen Kirche Mariae Himmelfahrt in Frankenberg fand nach allen Hygienevorschriften statt. Rund 35 Besucher kamen, auch die Abstandregelungen wurden eingehalten. Den Gottesdienst hielt Pater Norbert (rechts). 

ie Zwangspause wegen Corona ist vorbei: Knapp zwei Monate nach dem Lockdown Mitte März durften auch die katholischen Kirchengemeinden im Altkreis Frankenberg wieder Gottesdienste feiern – allerdings unter Auflagen.

Beten ja, singen nein, hieß es am Wochenende beispielsweise in den Gottesdiensten der katholischen Kirchengemeinde St. Mariae Himmelfahrt in Frankenberg.

Zur Heiligen Messe am Sonntagvormittag begrüßte Pater Norbert dort rund 35 Gläubige. In die katholische Kirche in Gemünden kamen etwa 30 Menschen, zum Gottesdienst in Vöhl 25 Personen. „Endlich können wir wieder gemeinsam Gottesdienst feiern“, freute sich Pater Norbert, er betreut die katholischen Gläubigen in Frankenberg, Gemünden und Vöhl.

Maskenpflicht, Abstandsregeln, Desinfektionsmittel: Auch in der katholischen Kirche in Frankenberg wurden die Vorgaben des Bistums Fulda zum Infektionsschutz beim Gottesdienst am Sonntag genauestens eingehalten. Die Sitzplätze, die eingenommen werden durften, waren markiert, ebenso der Weg in das Gotteshaus und auch wieder hinaus. 

Aus hygienischen Gründen wurden auch keine Sitzpolster und keine Gesangbücher ausgelegt. Für die Einhaltung der Regeln sorgten Helfer der Pfarrgemeinde. „Bei den Sitzplätzen haben wir den Abstand mit dem Zollstock abgemessen“, erklärte Andreas Hesse vom Pfarrgemeinderat.

Zum Eingang und auch zum Ausgang spielte Andreas Busching die Orgel. Das Gloria als Lobgesang auf Gott und das Sanctus wurden nicht gesungen, sondern gebetet. „Vieles ist noch sehr unwirklich, aber es ist ein erster Schritt“, predigte Pater Norbert. Am Muttertag richtete er einen besonderen Gruß und Gottes Segen an die Mütter. „Bei allen Schwierigkeiten, die wir in diesen Tagen erfahren, und aller Not, die manche Menschen erleiden müssen, dürfen wir die Freude nicht vergessen“, appellierte er an die Gläubigen: „Auch wenn vieles eingeschränkt bleibt, so dürfen wir doch Gottes Lob feiern.“

Der Dank des Geistlichen galt allen Helfern, die an den Vorbereitungen des Gottesdienstes mitgewirkt hatten: „Wir sind in einer schwierigen Zeit. An diese Maßnahmen werden wir uns auch in den nächsten Wochen noch halten müssen.“ In sein Gebet schloss er neben vielen Kranken auch Ärzte und Pfleger in sozialen Einrichtungen und Krankenhäusern ein: „Die müssen bis an ihre Grenzen gehen. Die Krankheit ist so tückisch – und wir wissen nicht, wo die Reise hingeht.“ Den Menschen wünschte Pater Norbert daher, gesund zu bleiben, „damit es in unserer Stadt, in unserer Gesellschaft und auf der ganzen Welt weitergehen kann“.

„Nach der langen Zeit war es trotz aller Einschränkungen sehr schön, diese Gemeinschaft wieder miteinander zu haben. Der Gottesdienst ist sehr diszipliniert gefeiert worden“, sagte die Frankenberger Ärztin Gabriele Schalk nach der Messe. Von „Neuland“ für seine Kirche sprach Pater Norbert: „Wir haben versucht, alle Vorgaben umzusetzen. Es lief alles gut ab. Dafür bin ich sehr dankbar.“

Der Pater hofft vor allem, die in der vergangenen Woche ausgefallene Erstkommunion noch nachholen zu können: „Vielleicht Ende August oder Anfang September.“ Ob die Kommunion in diesem Jahr noch gefeiert werden könne, sei im Moment aber noch „vollkommen unklar“, dafür bedürfe es unter anderem auch noch einiger Gespräche mit den Eltern. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.