Nach 36 Jahren an der Spitze

Frankenberger Energiegesellschaft verabschiedet Karl-Heinz Schleiter in den Ruhestand

Ruheliege für den Ruhestand: Damit überraschte (von links) Bürgermeister Rüdiger Heß den neuen Ruheständler Karl-Heinz Schleiter – hier mit Nachfolger Jens Nehl und dem Kaufmännische Leiter der EGF, Jürgen Janhofer.
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Ruheliege für den Ruhestand: Damit überraschte (von links) Bürgermeister Rüdiger Heß den neuen Ruheständler Karl-Heinz Schleiter – hier mit Nachfolger Jens Nehl und dem Kaufmännische Leiter der EGF, Jürgen Janhofer.

Auf den Tag genau nach 36 Jahren an der Spitze des Frankenberger Energieversorgers EGF wurde der gebürtige Rosenthaler Karl-Heinz Schleiter nun in den Ruhestand verabschiedet.

Frankenberg - Am 1. Juni 1985 begann Schleiter seine Arbeit als technischer Leiter bei den Stadtwerken Frankenberg, am Montagnachmittag feierte der langjährige EGF-Geschäftsführer in kleinem Kreis seinen Abschied, am Dienstag beging er seinen 63 Geburtstag. Seinen Nachfolger Jens Nehl als Geschäftsführer der 1999 gegründeten Energiegesellschaft Frankenberg hatte Schleiter schon seit Mitte April in die neue Aufgabe eingearbeitet, Nehl kam von der Bad Honnef AG im Rhein-Sieg-Kreis nach Frankenberg.

Lob des Bürgermeisters

„Mit Karl-Heinz Schleiter hatten wir einen sehr kompetenten Geschäftsführer an der Spitze der Energiegesellschaft“, sagte Bürgermeister Rüdiger Heß in seiner Funktion als EGF-Aufsichtsratsvorsitzender bei der Verabschiedung. Unter der Führung Schleiters sei das Unternehmen EGF gut gewachsen, habe sich am Markt etabliert und biete den Kunden sehr gute Dienstleistungen in der Strom- und Wasserversorgung an, hob Heß hervor. Zudem habe Schleiter außer mit der privaten Kundschaft auch immer einen sehr guten Umgang mit den heimischen Wirtschaftsunternehmen gepflegt. „Die Firmen konnten sich immer auf eine zuverlässige Energieversorgung durch die EGF verlassen. Das war ein Verdienst von Karl-Heinz Schleiter und seinem Team.“

Der Aufsichtsrat verabschiede Karl-Heinz Schleiter nur „sehr ungern“ aus dem Dienst der Energiegesellschaft, betonte Heß in seiner Laudatio, der Eintritt in den Ruhestand sei aber der ausdrückliche Wunsch Schleiters gewesen. „Wir wollen die EGF positiv in die Zukunft führen“, sagte der Bürgermeister. Insofern sei der bisherige Geschäftsführer auch intensiv in die Auswahl seines Nachfolgers einbezogen worden. „Mit Jens Nehl haben wir einen kompetenten neuen Geschäftsführer gefunden“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende. Auch bei der Belegschaft sei Nehl bereits gut angekommen. An den neuen Ruheständler überreichte Heß einen gemütlichen Liegestuhl mit einem Motiv der Frankenberger Huckepack-Figuren.

EGF hat 75 Mitarbeiter

Seinem Nachfolger Jens Nehl sagte Schleiter auch für die Zeit seines Ruhestands jegliche Unterstützung zu: „Eine solche Aufgabe macht man nicht 36 Jahre lang, um sie dann von heute auf morgen komplett hinter sich zu lassen“, beschrieb er seine auch emotionale Verbindung zur EGF. Der Frankenberger Energieversorger hat aktuell 75 Mitarbeiter, dem Aufsichtsrat gehören einschließlich Bürgermeister sieben Mitglieder an.

„Unsere Arbeit muss wirtschaftlich und für die Kunden zufriedenstellend sein. Mir war es immer wichtig, ein guter Dienstleister zu sein. Das ist uns gut gelungen“, bedankte sich Schleiter beim Aufsichtsrat, bei seinen Mitarbeitern und auch bei den Kunden für die langjährige gute Zusammenarbeit. Als Meilensteine seiner jahrzehntelangen Arbeit nannte er unter anderem die Übernahme der Betriebsführung der städtischen Schwimmbäder im Jahr 1992 sowie die Sanierung der Kläranlage Anfang der 2000er-Jahre. Als „persönliches Highlight“ der vergangenen Jahre sieht Schleiter aber den Einbau einer Energiezentrale im Frankenberger Unternehmen Hettich im Jahr 2004.         

Zur Person

Karl-Heinz Schleiter wurde am 1. Juni 1958 in Rosenthal geboren. Nach der Berufsfachschule im Fach Elektrotechnik in Frankenberg und seiner Bundeswehrzeit studierte er in Gießen Energie- und Wärmetechnik. Seine erste Stelle trat er im April 1985 als Konstrukteur bei der Firma Oventrop in Olsberg an, ehe er schon am 1. Juni 1985 als Technischer Leiter bei den Stadtwerken Frankenberg anfing. Am 1. Januar 1999 wurde Schleiter Geschäftsführer der Energiegesellschaft Frankenberg.

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