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Europeade 2023 in Gotha: Frankenberger Gruppen nach Pause wieder dabei

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Von: Gerhard Meiser

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Gäste aus Frankenberg: (von links) Auch Silke und Jo Schneider aus Frankenberg waren zu Gast bei der Europeade in Klaipeda und waren von den vielen Eindrücken aus der litauischen Hafenstadt begeistert – hier im Bild zusammen mit Europeade-Präsident Rüdiger Heß und Klaipedas Bürgermeister Vytautas Grubliauskas.
Gäste aus Frankenberg: (von links) Auch Silke und Jo Schneider aus Frankenberg waren zu Gast bei der Europeade in Klaipeda und waren von den vielen Eindrücken aus der litauischen Hafenstadt begeistert – hier im Bild zusammen mit Europeade-Präsident Rüdiger Heß und Klaipedas Bürgermeister Vytautas Grubliauskas. © mjx

Nach der Europeade ist vor der Europeade: Nach dem Folklore-Festival Mitte Juli in Klaipeda in Litauen soll die 58. Europeade im nächsten Jahr vom 12. bis 16. Juli 2023 in Gotha in Thüringen stattfinden.

Frankenberg – Nachdem die Landjugendgruppen aus dem Frankenberger Land bei der Europeade 2022 in Klaipeda pausiert hatten – unter anderem wegen teurer Flüge, Corona-Pandemie und den Kriegswirren in der nahen Ukraine –, wollen sie im nächsten Sommer wieder mit von der Partie sein.

„Eine Teilnahme in Gotha ist unser erklärtes Ziel“, sagt Hauberns Ortsvorsteher Armin Hesse, selbst Mitglied in der örtlichen Landjugend und schon einige Male Europeade-Teilnehmer. „2023 sind wir bei der Europeade auf jeden Fall wieder dabei“, sagt auch Geismars Landjugendvorsitzender Philipp Freitag.

„In Sachen Europeade wollen wir auch unsere jüngeren Mitglieder an Bord bekommen. Die haben das Festival als Tänzer bisher noch nie miterlebt“, sieht Freitag noch einen weiteren Aspekt am Auftritt seiner Landjugend im nahen Gotha. Die Entfernung zwischen Frankenberg und der 45 000 Einwohner zählenden Kreisstadt in Thüringen beträgt nicht einmal 200 Kilometer. „Die Stimmung in Sachen Europeade ist gut, wir haben wieder große Lust darauf“, so der Vorsitzende.

Europeade-Bilanz: „Klein, fein und sehr emotional“

„Wir hatten eine kleine, feine und sehr emotionale Europeade, die viel Freude gemacht hat“, zog Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß als Präsident des Internationalen Europeade-Komitees inzwischen ein sehr positives Fazit des Folklorefestivals im Baltikum. Bei der Europeade in Klaipeda sei erneut ein deutliches Signal für Frieden, Freiheit und Freundschaft gesetzt worden. „Ich bin froh, dass das Internationale Europeade-Komitee an den Planungen für die Stadt im Baltikum festgehalten hat. Es war ein Fest für den Frieden“, sagte Heß.

Schon bei der Eröffnung der 57. Europeade im „Summer Stage“ in Klaipeda wurden Erinnerungen an das Festival 2019 in Frankenberg wach: Wie vor drei Jahren auf der Wehrweide griff Klaipedas Bürgermeister Vytautas Grubliauskas zur Trompete und ließ Louis Armstrongs „What a wonderful world“ erklingen. Dass das Europeade-Motto „Einheit in Vielfalt“ in seiner Bedeutung noch nie so wichtig gewesen sei wie heute, betonte Europeade-Präsident Heß. „Die Einheit Europas steht auf dem Spiel“, sagte er und appellierte an alle Teilnehmer, den Geist der Europeade zu stärken.  

Mit der Abschlussgala ging die Europeade in Klaipeda zu Ende. Viele Tänzerinnen und Tänzer wirbelten über die Tanzfläche.
Mit der Abschlussgala ging die Europeade in Klaipeda zu Ende. Viele Tänzerinnen und Tänzer wirbelten über die Tanzfläche. © Meiser, Gerhard

75 Gruppen mit 1274 Teilnehmern aus 14 Ländern

Bei dem viertägigen Folklorefestival in Litauen setzten insgesamt 75 Gruppen mit 1274 Teilnehmern aus 14 Ländern ein Signal gegen den Krieg in Europa, die Solidarität mit der Ukraine war allenthalben spürbar: Die Brücken der Stadt leuchteten nachts in den ukrainischen Landesfarben in Blau und Gelb, überall waren die Banner der Ukraine zu sehen, bei der Eröffnung und auch bei der Abschlussgala wurden deutliche Statements gegen den Krieg gesetzt.

Letztendlich erlebte die Stadt im Baltikum wie schon 2009 ein mitreißendes Trachten- und Folklorespektakel, auch wenn diesmal nicht so viele wie die sonst üblichen rund 5000 Teilnehmer dabei waren. Die, die dabei waren, trafen auf freundliche und fröhliche Gastgeber. Überall im alten Hafen an der Ostseeküste, an den Ufern des Flusses Dane und in der Altstadt wurde getanzt und gefeiert, die Eröffnung, die Parade durch die Stadt und der Abschluss im „Summer Stage“ verfolgten jeweils mehrere Tausend Zuschauer.

Für die Teilnehmer und Besucher der Europeade blieb aber auch noch Zeit, die Sehenswürdigkeiten der Stadt kennenzulernen – beispielsweise den Simon-Dach-Brunnen auf dem Theaterplatz oder das Segelschiff „Meridianas“. Klaipeda ist die wichtigste Hafenstadt in Litauen. Eine Überfahrt mit der Fähre zur Kurischen Nehrung mit imposantem Panoramablick auf die Ostsee war ein Muss für die Europeadefahrer.

„Nun müssen wir leider Auf Wiedersehen sagen“, rief Europeade-Präsident Rüdiger Heß Einheimischen und Gästen beim großen Finale zu. Sein Fazit: „Wir haben wunderschöne Trachten und faszinierende Tänze mit Musik und Gesang erlebt.“ Bei der Fahnenübergabe, an der auch Erika Seipp aus Laisa mitwirkte, lud Marcel Andress zur Europeade 2023 „in die Mitte Europas“ nach Gotha ein.

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