"Haben den Bevölkerungsschwund gestoppt"

Fachtag Regionalentwicklung – Kubat: „Kopf nicht in den Sand stecken“

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Gedankenaustausch: Beim Fachtag Regionalentwicklung waren auch (von links) Dr. Jürgen Römer (Leiter Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung des Landkreises), Stefan Schulte (Geschäftsführer Region Burgwald-Ederbergland), Lisa Küpper (Geschäftsführerin Region Kellerwald-Edersee), Landrat Dr. Kubat und Bernd Wecker (Planungsbüro Bioline Dalwigksthal) dabei.

Frankenberg. Optimistische Worte gab es von Landrat Dr. Reinhard Kubat während des 5. Fachtages Regionalentwicklung in der Ederberglandhalle in Frankenberg.

„Wir haben den Bevölkerungsschwund gestoppt“, betonte er in seiner Eröffnungsrede.

Im Landkreis Waldeck-Frankenberg gebe es aktuell ebenso viele Zuwanderungen wie Abwanderungen, untermauerte der Landrat seine Aussage: „Das ist eine ganz erfreuliche Geschichte“, rief er den Teilnehmern des Fachtages zu.

Dabei erinnerte der Landrat daran, dass es in Waldeck-Frankenberg nach dem Arbeitsamtsbezirk Fulda die geringste Arbeitslosenzahl in ganz Hessen gebe. Von der Bertelsmannstiftung sei zwar vorausgesagt worden, dass die Region Waldeck-Frankenberg keine Zukunft habe und bis zum Jahr 2050 ein entleerter Raum sein werde: „Das wird so nicht eintreffen“, machte Kubat deutlich – auch wenn er gleichzeitig gewisse Defizite zugeben musste: Verlust an Infrastruktur, Schließung von Geschäften – und auch die Problematik, ärztliches Personal für die Region zu gewinnen.

Es gebe andererseits aber viele tolle Indizien, den Kopf nicht in den Sand zu stecken, merkte der Landrat an: Mit großem Selbstbewusstsein könne festgestellt werden, dass unser ländlicher Raum eine Menge zu bieten habe: „Hier gibt es Innovation, hier gibt es Arbeitsplätze, und hier gibt es auch ein gutes Lebens- und Wohnumfeld.“ Dies sei auch die Motivation für die Projekte der Regional- und Dorfentwicklung. Der Dank des Landrats galt allen, die die Projekte voranbringen: „Ohne diese Menschen kommen wir nicht weiter, auf diese Menschen sind wir angewiesen.“ (mjx)

Wie es mit unserer Region nach Einschätzung der Organisatoren weiter gehen soll, lesen Sie in der gedruckten Montagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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