Mit dem DRK in der Feldküche: 170 Liter Eintopf für Frankenberg

Frankenberg. Die Kochgruppe des DRK Frankenberg hat 170 Erbseneintopf gekocht und anschließend verkauft. HNA-Volontärin Johanna Daher hat das Team dabei begleitet und mitgemacht.

Es ist früh morgens, als ich beim DRK in Frankenberg ankomme. Je näher ich Richtung Küche im Inneren des Gebäudes gehe, desto besser riecht es schon. „Erbseneintopf“, vernimmt meine Nase und sehen bald auch meine Augen. Die Zutaten stehen bereit, damit ich mit der DRK-Kochgruppe dieses Gericht kochen und im Anschluss in der Fußgängerzone verkaufen können.

„Welche Größe brauchst du?“, fragt einer der Gruppe, als ich die Küche betrete. Und schon liegen drei Päckchen mit Einweghandschuhen vor mir: Größe S, M und L. Die kleinste passt mir dann ganz gut. Außerdem gibt man mir eine schwarze DRK-Kappe und ein weißes Küchenhemd.

Schon bekomme ich ein Messer gereicht. Vor mir auf der Arbeitsfläche steht eine Wanne mit Fleischwürsten, die ich würfeln soll.

So mache ich mich, erstaunt über die große Menge, an die Arbeit, bekomme Tipps von meinem Nebenmann, wie ich die Würste schneller und leichter gewürfelt bekomme. Hinter mir brodeln die bereits vorbereiteten Zutaten: geschälte Erbsen, Sellerie und angebratener Speck mit Zwiebeln. Alles zusammen in einem Topf - nein, eher einer Wanne - die in die Feldküche integriert ist.

Als ich höre, wie viel Liter Eintopf wir damit herstellen, verwundert mich die Fleischmenge nicht mehr. Insgesamt 170 Liter werden hier entstehen - also zirka 340 Portionen!

Nachdem wir auch das Fleisch und gewürfelte Kartoffeln hinzugekippt haben, rühre ich den Eintopf mit einem riesigen, langen Stab um. Schnell merke ich: 170 Liter spürt man in den Armen.

Danach packe ich mit einigen Frauen - die hier wie jeder ehrenamtlich mitmachen - jeweils eine Brotscheibe und einen Löffel in eine Serviette. Diese Kombination soll es beim Verkauf dazugeben.

Mit einer Fünf-Liter-Kelle fülle ich den fertigen Erbseneintopf in 25-Liter-Behälter, nachdem die Kostprobe bestand.

Und schon sitzen wir im Bus, vor uns die fahrbare Feldküche als eine Art Anhänger an einem zweiten Wagen. So erreichen wir die Frankenberger Fußgängerzone, haben dort ein Zelt, stellen die Küche darunter ab.

Zunächst sehr rar, kommen um 11 Uhr einige Personen vorbei, die unseren Eintopf probieren. Für 2,50 Euro gibt es die Schale. Vier Stunden später haben wir 126 Portionen verkauft, womit sich die Aktion dem Ende neigt.

„Wir sind mit dem Verkauf ganz zufrieden, müssen aber leider etwas Erbseneintopf mit nach Hause nehmen“, bilanziert Willi Köster, der seit vielen Jahren die Kochgruppe ehrenamtlich unterstützt und deshalb von seinen Kollegen „Chefkoch“ genannt wird.

Das eingenommene Geld wird für die Kosten der Zutaten und für die Restaurierung einer weiteren Feldküche verwendet, da die ehrenamtliche Gruppe auf Spenden und eigene Einnahmen angewiesen ist.

Von Johanna Daher

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