Bei der Rettung kommt es auf nahezu jede Sekunde an

Feuerwehr probte Eisrettung im Frankenberger Freibad

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Eisrettung im zugefrorenen Frankenberger Freibad: Florian Eckel (links) simulierte das eingebrochene Opfer, Daniel Holzapfel und Simon Schinke waren die Retter in besonderen Eis-Rettungsanzügen. Im Hintergrund schauen Stefan Stroß und Martin Trost zu.

Frankenberg. Verschiedene Varianten der Eisrettung haben 35 Feuerwehrmänner und -frauen aus Frankenberg und Schreufa am Dienstagabend im zugefrorenen Freibad geprobt.

Wehrführer David Tschirner hatte die Übung ausgearbeitet. Stadtbrandinspektor Martin Trost und dessen Stellvertreter Stefan Stroß waren kritische Beobachter. Mit fünf Einsatzfahrzeugen rückten die Brandschützer kurz nach 20 Uhr am Frankenberger Freibad an.

Wehrführer Tschirner machte die Problematik deutlich: zum einen komme es auf nahezu jede Sekunde an, wenn es darum geht, eingebrochene Menschen aus den eiskalten Fluten zu retten. Ebenso wichtig sei aber die Eigensicherung der Brandschützer. Man dürfe nicht noch weitere Menschen in Gefahr bringen.

„Alles, was aufs Eis gebracht wird, wird angeleint“, machte David Tschirner deutlich. Also nicht nur die Retter, sondern auch Hilfsmittel wie Spineboard, Schleifkorbtrage oder Teile einer Steckleiter. Man könne versuchen, der eingebrochenen Person ein Seil zuzuwerfen. „Aber das ist gar nicht so einfach“, erklärte Tschirner. In besonderen Eis-Rettungsanzügen, über die die Frankenberger Feuerwehr verfügt, sei man „in Sicherheit“, betonte Tschirner. Die Anzüge können schon während der Fahrt zum Einsatzort angelegt werden.

Im praktischen Versuch wurde deutlich, dass es viel schneller geht, im Eisrettungs-Anzug mit Spineboard zum Verunglückten zu robben, als Steckleiter-Teile vor sich her zu schieben. Daniel Holzapfel und Simon Schinke schafften es in 37 Sekunden, das „Opfer“ Florian Eckel zu umarmen und festzuhalten, während mehrere Einsatzkräfte Retter und Opfer mit Seilen an den Beckenrand zogen.

Möglichst wenig bewegen 

Nach der Rettung sollte man das Opfer von den nassen Kleidern befreien und in Decken hüllen, aber bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes möglichst wenig bewegen, schärfte Tschirner den Frankenberger und Schreufaer Brandschützern ein.

Mit dem Verlauf der Übung zeigte sich Wehrführer David Tschirner am Ende ebenso wie Stadtbrandinspektor Martin Trost und dessen Stellvertreter Stefan Stroß sehr zufrieden.

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