Forderungen in den Tarifverhandlungen unterstützt

Warnstreik und Autokonvoi der IG Metall im Frankenberger Land

Warnstreik der Industriegewerkschaft Metall am Montag im Frankenberger Land: Auf der Kleinen Wehrweide in Frankenberg gab es am Nachmittag eine Kundgebung, an der rund 90 Mitarbeiter der Frank Walz- und Schmiedetechnik in Reddighausen, des Eisenwerks Hasenclever in Battenberg sowie des Druck- und Spritzgusswerks Hettich in Frankenberg unter Corona-Auflagen teilnahmen. Sie waren im Autokonvoi gekommen, der bei Hasenclever gestartet war. Im Bild (vorne von links) die drei Betriebsratsvorsitzenden Bernd Kuhn (Frank), Rüdiger Stark (Hettich) und Ali Korkmaz (Hasenclever) sowie der IG-Sekretär Dennis Schindehütte aus Kassel.
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Warnstreik der Industriegewerkschaft Metall am Montag im Frankenberger Land: Auf der Kleinen Wehrweide in Frankenberg gab es am Nachmittag eine Kundgebung, an der rund 90 Mitarbeiter der Frank Walz- und Schmiedetechnik in Reddighausen, des Eisenwerks Hasenclever in Battenberg sowie des Druck- und Spritzgusswerks Hettich in Frankenberg unter Corona-Auflagen teilnahmen. Sie waren im Autokonvoi gekommen, der bei Hasenclever gestartet war. Im Bild (vorne von links) die drei Betriebsratsvorsitzenden Bernd Kuhn (Frank), Rüdiger Stark (Hettich) und Ali Korkmaz (Hasenclever) sowie der IG-Sekretär Dennis Schindehütte aus Kassel.

Rote Fahnen wehten im kalten Wind an den Autos warnstreikbereiter Metaller, die in einem Pkw-Konvoi von Battenberg nach Frankenberg gekommen waren.

Frankenberg – Während einer Kundgebung auf der Kleinen Wehrweide mit Corona-Auflagen unterstützten die rund 90 Frauen und Männer am Montag die Forderungen ihrer Industriegewerkschaft Metall in den Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern.

IG-Metall-Gewerkschaftssekretär Dennis Schindehütte (Kassel) machte in seiner Ansprache vor den neben den Fahrzeugen stehenden Mitarbeitern der Frank Walz- und Schmiedetechnik in Reddighausen, des Eisenwerks Hasenclever in Battenberg sowie des Druck- und Spritzgusswerks Hettich in Frankenberg deutlich: „Wir fordern in der laufenden Tarifauseinandersetzung ein Entgeltvolumen von vier Prozent, um Zukunft und Beschäftigung zu sichern und die Einkommen zu stärken.“

Die IG Metall schlage zudem für Betriebe in schwieriger wirtschaftlicher Lage Arbeitszeitabsenkungen mit teilweisem Entgeltausgleich vor. Schindehütte: „Außerdem wollen wir tarifliche Regelungen zur Verbesserung der Ausbildung und zur unbefristeten Übernahme erreichen – auch für dual Studierende.“

Der Gewerkschaftssekretär betonte, dass „die Betriebe der Metall- und Elektroindustrie in dieser Region sich trotz der Corona-Pandemie in einer guten wirtschaftlichen Situation befinden. Davon sollen letztlich auch die Mitarbeiter profitieren.“

Dennis Schindehütte verwies auf andere Branchen, „denen es aufgrund der Pandemie wesentlich schlechter als uns geht. Aber auch ihre Kassen sollen sich wieder füllen. Dazu können wir als Kunden beitragen, wenn wir mehr Geld im Portemonnaie für den Konsum haben“.

Der Betriebsratsvorsitzende Ali Korkmaz (Hasenclever Battenberg) betonte in seiner Ansprache, dass „wir gegenüber den Arbeitgebern nicht betteln wollen. Wir fordern lediglich einen Anteil am Gewinn der Unternehmen“.

Sein Kollege Rüdiger Stark von Hettich in Frankenberg wies auf die strukturellen, tiefgreifenden Veränderungen in der Arbeitswelt hin, auch durch die Digitalisierung. Aber: „Es werden auch in Zukunft immer Menschen wie wir gebraucht, um den Laden am Laufen zu halten. Daher ist die Solidargemeinschaft der Metaller mehr denn je wichtig.“

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