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Frankenau: Manuel Steiner als neuer Bürgermeister vereidigt

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Von: Susanna Battefeld

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Der neue Frankenauer Bürgermeister Manuel Steiner (3. von rechts) mit (von links) Landrat Jürgen van der Horst, Battenbergs Bürgermeister Christian Klein, Steiners Kindern Anastasia und Fynn, Lebensgefährtin Jasmin Sauer sowie Stadtverordnetenvorsteher Horst-Werner Bremmer und dem Ersten Stadtrat Rainer Lange.
Der neue Frankenauer Bürgermeister Manuel Steiner (3. von rechts) mit (von links) Landrat Jürgen van der Horst, Battenbergs Bürgermeister Christian Klein, Steiners Kindern Anastasia und Fynn, Lebensgefährtin Jasmin Sauer sowie Stadtverordnetenvorsteher Horst-Werner Bremmer und dem Ersten Stadtrat Rainer Lange. © Susanna Battefeld

Manuel Steiner (parteilos) ist in der Stadtverordnetenversammlung als neuer Bürgermeister der Nationalparkstadt Frankenau in sein Amt eingeführt worden. Er ist Nachfolger von Björn Brede (SPD), der am 1. April zur ekom21 nach Kassel wechselt.

Mit Blumen und „Bärenpower“ der Kollegen sowie zahlreichen guten Wünschen ist Manuel Steiner in sein Amt als neuer Frankenauer Bürgermeister eingeführt worden. Erster Arbeitstag des 40-jährigen, der – wie berichtet – die Nachfolge von Björn Brede antritt, ist der 1. April. Erster Stadtrat Rainer Lange übergab Steiner jetzt die Ernennungsurkunde in der Stadtverordnetenversammlung. Der scheidende Bürgermeister Björn Brede hatte sich krankheitsbedingt entschuldigt.

Der scheidende Bürgermeister Björn Brede hatte sich krankheitsbedingt entschuldigt.

Das vielleicht wichtigste Geschenk bekam der neue Rathauschef von den Freien Bürgern: Julia Röse überreichte ein auf „Moos“ gebettetes Sparschwein, das den ersten Glückspfennig schon enthält. Dieses Startkapital wird vermutlich bei den geplanten Investitionen vonnöten sein (siehe dazu Artikel unten.)

„Jetzt ist es so weit – in ein paar Tagen wirst Du den Dienst antreten“, sagte Rainer Lange. „Man hört nur Gutes von Dir, Du wirst über alle Maßen gelobt“, sagte der Erste Stadtrat und nahm damit Bezug auf die Tätigkeit Steiners in der Frankenauer Stadtverwaltung, wo dieser vor seinem Wechsel zum Landkreis unter anderem 15 Jahre im Ordnungsamt gearbeitet hatte. „Vor Dir liegen sechs Jahre mit vielen Herausforderungen“, so Lange weiter. Als Stichworte nannte er unter anderem die Umsetzung des geplanten Gesundheitszentrums, den Edeka-Markt als „großes Projekt“ und das Thema Nachhaltigkeit. „Du übernimmst eine gut funktionierende Stadtverwaltung – halte sie in Ehren.“

Stadtverordnetenvorsteher Horst-Werner Bremmer, der als Gegenkandidat für das Frankenauer Bürgermeisteramt angetreten war, sicherte Steiner seine volle Unterstützung zu. Als Bürgermeister sei er unter anderem Motivator und Kummerkasten. „Wichtig ist, dass der Kopf immer oben bleibt“, sagte Bremmer. „Du solltest Entscheidungen treffen, die Du auch vertreten kannst“, gab er Steiner mit auf den Weg.

„Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich vor solchen Abenden Muffensausen habe – heute auch“, verriet Manuel Steiner. Für ihn sei aber tatsächlich ein Traum wahr geworden. „Ich wünsche mir, mit allen gemeinsam den Weg zu beschreiten. Ich freue mich wahnsinnig darauf“, betonte er.

„Ein bisschen Aufregung darf sein“, versicherte Landrat Jürgen van der Horst, „ohne Aufregung keine gute Leistung.“ Der Landrat sprach von einem guten Tag für Frankenau, das einen jungen, motivierten Bürgermeister bekomme. Für den Landkreis sei das aber auch zugleich eine schlechte Nachricht, weil er Steiner als guten Kollegen verliere. Steiner habe sich „in einer nicht ganz einfachen Zeit“ für die Aufgabe eines Bürgermeisters entschieden. „Sie stehen dafür, Verantwortung zu übernehmen“, sagte van der Horst und wünschte Erfolg und Geschick.

Als Vorsitzender der im hessischen Gemeindebund organisierten Bürgermeister im Landkreis gratulierte Battenbergs Bürgermeister Christian Klein. „Gerne wird gesehen, wenn Du auf jedem Fest zu den letzten Gästen gehörst, immer einen mittrinkst, dabei stets nüchtern bleibst und noch um zwei fehlerfrei mehrsprachig alle Ziffern des Haushaltsplans vorwärts- und rückwärts kennst.“ Zum Gelingen überreichte Klein unter anderem eine Tüte mit „Bärenpower“ – Gummibärchen aus Battenberg: „Damit hältst Du selbst den ausgebufftesten Ziegenbock auf Distanz“, versprach er. „Bleib so, wie Du bist, so wollen Dich die Leute haben“, schloss Klein.

Neben den Fraktionen gratulierten auch die Ortsbeiräte, die Steiner „konstruktive Mitarbeit“ zusagten, wie der Ellershäuser Ortsvorsteher Uli Metz betonte. Für den Fall, dass Steiner „mal kalte Füße“ bei Projekten bekommen sollte, überreichte er Filzpantoffel. „Die helfen“, versicherte Metz.

Von Susanna Battefeld

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