Bundesweiter Flashmob

Mit Schleppern durch Frankenberg: Bauern protestieren gegen Politik

Auf dem Obermarkt in Frankenberg beteiligten sich etwa 60 Landwirte an dem Schlepperkorso.
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Auf dem Obermarkt in Frankenberg beteiligten sich etwa 60 Landwirte an dem Schlepperkorso.

Mit einem Flashmob haben Landwirte am Mittwochnachmittag in ganz Deutschland gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung protestiert. Auch in Frankenberg und Korbach.

„Wir wollen keinen ärgern, wir wollen nur, dass auf uns gehört wird. Und wir wollen Wertschätzung“, sagte Olaf Fackiner. Der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes Frankenberg war einer von 60 Landwirten, die gestern Nachmittag einen Schlepperkorso durch die Frankenberger Altstadt bildeten. 

Der Flashmob – laut Defintion ein kurzer, scheinbar spontaner Menschenauflauf – fand deutschlandweit ab 16.30 Uhr statt. Ausgerufen worden war er von der Organisation „Land schafft Verbindung“, viele Landwirte und Kreisbauernverbände unterstützten die Aktion. „Das sind alles junge Landwirte, die um ihren Beruf kämpfen“, betonte Olaf Fackiner. „In welcher Sparte gibt es das sonst?“ 

Mit Lärm und Schildern machten die Landwirte auf sich aufmerksam

Laut hupend und mit Schildern machten die Landwirte auch in Frankenberg auf ihre Anliegen aufmerksam. Der Protest richtet sich in erster Linie gegen die Düngeverordnung und das Agrarumweltpaket zum Insektenschutz. „Die Bundesregierung hat ihre Zusagen nicht eingehalten“, sagt Olaf Fackiner. 

Vorsitzender des Kreisbauernverbandes ist verärgert

Nach den Demonstrationen in Bonn, Berlin und Wiesbaden sei zwar zugesagt worden, miteinander in Dialog zu treten, tatsächlich sei aber nichts passiert. „Das ärgert uns unheimlich“, sagt Fackiner verbittert. „Gerade unsere jungen Berufskollegen sind wild entschlossen, ihre Interessen durchzusetzen.“

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