Familienzentrum für 5,1 Millionen Euro

Frankenberg baut neue Kita und neues Baugebiet

Spatenstich für das Familienzentrum: (von links) DRK-Kreisgeschäftsführer Christian Peter, Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese und Bürgermeister Rüdiger Heß.
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Spatenstich für das Familienzentrum: (von links) DRK-Kreisgeschäftsführer Christian Peter, Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese und Bürgermeister Rüdiger Heß.

Mit einem symbolischen Spatenstich ist in Frankenberg mit dem Neubau eines „Familienzentrums“ begonnen worden. Das 5,1 Millionen Euro teure Projekt entsteht an der Marburger Straße zwischen der Kreishandwerkerschaft und dem Neubaugebiet Bockental.

Frankenberg - In das neue Familienzentrum mit einer fünfgruppigen Kindertagesstätte investiert die Stadt Frankenberg 5,1 Millionen Euro. Bund und Landkreis steuern rund 2,1 Millionen Euro bei, die restlichen 3 Millionen Euro trägt die Stadt. Fertiggestellt sein soll der Neubau bis Ende Februar 2022, sagte der Bürgermeister. Betreiber des Familienzentrums ist der DRK-Kreisverband Frankenberg.

„Mit dem Familienzentrum wollen wir Frankenberg weiter zukunftsfähig aufstellen. Der Standort ist 100-prozentig richtig. Zurzeit müssen Kinder noch zum Kindergarten nach Schreufa gefahren werden“, sagte Heß zur Bedeutung der Baumaßnahme und erinnerte daran, dass in unmittelbarer Nähe ein neues Baugebiet mit 150 Bauplätzen entstehen wird – dafür gebe es bereits mehr als 150 Interessenten. „Auch das dokumentiert die Dynamik in Frankenberg“, sagte Heß. Als Anschluss an das Baugebiet werde es in der Marburger Straße demnächst den „ersten fünfarmigen Kreisel“ in Frankenberg geben.

Gesunde Ernährung für die Kinder

„Ein großes Gründach soll der Höhepunkt des Familienzentrums werden“, beschrieb der Bürgermeister das neue Gebäude. „Es soll nicht nur architektonisch schön, sondern auch klimafreundlich werden. Den Strom erzeugen wir selbst.“ Auf dem 3425 Quadratmeter großen Areal werde die Kindertagesstätte eine Fläche von 1462 Quadratmetern erhalten, das Familienzentrum von 100 Quadratmetern. Und: „Bei uns sollen die Kinder nicht nur eine pädagogische Betreuung bekommen, sondern auch eine gesunde Ernährung“, unterstrich der Bürgermeister.

Anklicken für die komplette Grafik: Sie zeigt den Standort des Familienzentrums (rot markiert) am Rande des neuen Wohngebiets, das im Bereich der Marburger Straße entstehen soll. Rechts am Bildrand schließt sich das Wohngebiet Bockental an. Die beiden Kreisel werden neu angelegt, die gerade Straße dazwischen (Bildmitte) ist die heutige Kreisstraße, die von der Marburger Straße zur Kaserne führt.

Dass sich die Zivilgesellschaft in den vergangenen Jahren massiv verändert habe, merkte Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese an. „Der prognostizierte Einwohnerrückgang ist für Frankenberg nicht eingetreten, wir haben hier einen Bevölkerungszuwachs“, so Frese. Zudem seien die Ansprüche an Erziehung, Kinderbetreuung und Schule gestiegen: „Diesen Ansprüchen können wir in dem neuen Familienzentrum gerecht werden.“ Der Vize-Landrat sprach von einer „richtigen Entscheidung“ mit der Einrichtung dorthin zu gehen, wo sich junge Familien ansiedeln. Die 2,1 Millionen Euro aus Bundesmitteln seien „gut angelegtes Geld“, sagte Frese.

„Modern und zukunftsweisend“

DRK-Kreisgeschäftsführer Christian Peter bedankte sich im Namen des DRK-Kreisverbandes Frankenberg für das Vertrauen, das neue Projekt künftig als Betreiber führen zu dürfen. Dabei erinnerte er daran, dass am DRK-Stammsitz in Frankenberg schon 1993 die Wiege der pädagogischen Arbeit des Kreisverbandes gelegen habe – seinerzeit mit dem Neubau der DRK-Kita Wigand-Gerstenberg. „Wir sind dann weiter gewachsen“, sagte Peter. Ein DRK-Familienzentrum, das über die reine Kinderbetreuung weit hinausgehe, gebe es mittlerweile auch schon in Battenberg.

„Die bauliche Ausgestaltung und die Lage in Frankenberg sind sehr wohl gewählt“, freute sich Peter. Schon in die Planungsphase des neuen Familienzentrums habe das DRK sein pädagogisches Konzept einbringen dürfen. „Wir legen viel Wert auf Bewegung und Motorik sowie auf die kognitive und sprachliche Entwicklung.“ Zudem gebe es noch den integrativen Ansatz mit der Teilhabe von Kindern mit Behinderung. „Wir werden in pädagogischer und wirtschaftlicher Hinsicht hier gute Arbeit leisten. Qualität ist ganz wichtig, dafür stehen wir“, versprach Peter. Er wies vor allem auf die Einhaltung des Fertigstellungstermins hin: „Das ist ganz wichtig für die Auszahlung der Fördergelder.“

„Wir freuen uns darüber, hier in Frankenberg ein modernes und zukunftsweisendes Gebäude errichten zu dürfen“, sagte Architekt Torsten Zimmer aus Bad Wildungen. Das Projekt werde dazu beitragen, dass junge Familien ihren Alltag besser meistern können. „Die Baufirma Ullrich wird am Montag hier richtig loslegen, dann rollen die Bagger. Und in einem Jahr werden wir das Familienzentrum dann in Betrieb nehmen.“ mjx

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