Große Resonanz auf HNA-Bericht

Bringdienst beschert Buchhändlern in Frankenberg neue Aufträge

Alter Kinderanhänger für den Büchertransport: Rüdiger Richter von der Buchhandlung Hykel, der seit Beginn der Corona-Krise seine Kunden auch per Fahrrad beliefert, musste nach dem HNA-Artikel vom 30. März deutlich „aufrüsten“, wie er sagt.
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Alter Kinderanhänger für den Büchertransport: Rüdiger Richter von der Buchhandlung Hykel, der seit Beginn der Corona-Krise seine Kunden auch per Fahrrad beliefert, musste nach dem HNA-Artikel vom 30. März deutlich „aufrüsten“, wie er sagt.

Bringdienst beschert Buchhändlern in Frankenberg neue Aufträge. Kunden unterstützen in der Coronakrise lokale Unternehmen.

Frankenberg – Auch wenn die Ladentüren zu sind – viele Frankenberger Geschäfte, Dienstleister und Restaurants bieten mittlerweile Liefer- und Abholdienste an. Dabei zeigt sich, dass sich die Menschen aus der Region in Corona-Krisenzeiten verstärkt ihren örtlichen Anbietern zuwenden.

Ein Beispiel sind die Frankenberger Buchhändler: Auf unseren Artikel „Mit Büchern auf dem Buckel“ vom 30. März, der ihre rollende Buchauslieferung mit Fahrrädern bis vor die Haustür schilderte, war das Echo bei der Kundschaft groß.

Frankenberg: Bücher werden in Zeiten von Corona mit dem Fahrrad gebracht

„Unser Bücher-Bringdienst per Fahrrad ist zum Selbstläufer geworden“, berichtet Buchhändlerin Inge Jakobi auf unsere Nachfrage. „Viele Leute zwischen Geismar, Viermünden, Bottendorf und Ernsthausen haben Bücher bestellt und sich über unsere Auslieferung gefreut.“

Dass der örtliche Buchhandel, der im Augenblick auf Laufkundschaft und Ladengäste in der Fußgängerzone verzichten muss, von alten und neuen Kunden ganz bewusst unterstützt wird, merkt Inge Jakobi auch daran, dass häufiger nachgefragt und ganz viele Gutscheine für Geschenke oder spätere Lieferungen bestellt wurden.

Frankenberg: Nachfrage bei Buchhändler ist gestiegen

Auch Buchhändler Rüdiger Richter von der Firma Gernot Hykel in der Bahnhofstraße verzeichnet eine deutlich stärkere Nachfrage. „Die Kunden merken, dass wir auch bei geschlossenem Laden während der üblichen Geschäftszeiten immer erreichbar sind und Bestellungen aufnehmen.“

Der sportliche 49-Jährige hat, weil der Transportraum für Bücher im Rucksack („auf dem Buckel“) manchmal nicht mehr ausreichte, sein Fahrrad „aufgerüstet“: Der eingemottete Fahrradanhänger für seine Kinder wurde aus dem Keller geholt und umgebaut. „Wir liefern Lesestoff“, verspricht ein frisch aufgeklebtes Schild. Die Büchertüten werden kontaktfrei mit Lieferschein vor der Haustür abgestellt.

„Neulich fand ich bei Auslieferung am Ablageort nicht nur eine kleine Danksagungskarte vor, sondern sogar einen ‚Fahrtkostenzuschuss’ nebst Schokohasen, Vermerk: ‚zur Stärkung!’“, sagt Rüdiger Richter lachend.

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