Bedenken von angrenzenden Bewohnern ausgeräumt

Frankenberg: Castwerk wird für 12 Millionen Euro erweitert

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Spatenstich für die Erweiterung des Castwerkes: (von links) Sascha Groß (Hettich-Geschäftsleitung), Castwerk-Geschäftsführer Michael Schran und Bürgermeister Rüdiger Heß am Spaten, und (von rechts) Sven Ossenbrink (verantwortlicher Facility-Manager für den Anbau), Technischer Leiter Siegfried Schneider und Einkaufsleiter Björn Jäger. Mit dabei: Ein Elektroauto, ein E-Roller und ein E-Bike, für die das Castwerk Komponenten liefert. 

Frankenberg – Nur fünf Jahre nach Fertigstellung des Hettich-Castwerkes an der Siegener Straße ist die Produktionsstätte schon zu klein.

Sie wird durch den Bau einer weiteren Halle auf die doppelte Fläche vergrößert. Rund 12 Millionen Euro investiert der Mutterkonzern aus Kirchlengern (NRW) in die Erweiterung des Frankenberger Castwerkes, davon allein 5 Millionen Euro in die neue Halle. Am Montag war der symbolische Spatenstich.

„Sie waren mit dem richtigen Produkt zum richtigen Zeitpunkt im richtigen Markt“, bescheinigte Sascha Groß, Mitglied der Hettich-Geschäftsleitung, dem Führungsteam des Frankenberger Castwerkes um Geschäftsführer Michael Schran und den Technischen Leiter Siegfried Schneider.

Angetreten war das Castwerk zunächst, um Leichtbauteile für den Automobilbereich zu fertigen. Im Frankenberger Castwerk setzt man dabei auf Magnesium, das in Warmkammer-Druckgussmaschinen verarbeitet wird. Im März hatte das Castwerk die weltweit größte Thixomolding-Maschine in Dienst gestellt: Elf Meter lang, 67 Tonnen schwer und mit einer Schließkraft von 1250 Tonnen ausgestattet. Mit dieser Maschine können beispielsweise Footboards für die neuartigen Elektro-Roller (E-Scooter) oder Bauteile für Elektro-Fahrräder hergestellt werden. Dieser Geschäftsbereich heißt im Castwerk „urban mobility“; übersetzt in etwa: zukunftsweisende Mobilität für die Großstadt. Nachdem die gesetzlichen Weichen für Elektro-Roller gestellt sind, setzt Geschäftsführer Schran große Hoffnungen in diesen Bereich.

„Der neue Abschnitt wird noch sicherer“, versprach Michael Schran beim Spatenstich und kündigte „bessere Geräuschdämmung und optimale Lüftung, auch für den Altbestand“, an. Auf Nachfrage versicherte der Geschäftsführer, dass ursprüngliche Bedenken von angrenzenden Bewohnern ausgeräumt worden seien. Für den Bau der zweiten Halle gibt es einen ambitionierten Zeitplan, betonte Schran: „Im Februar müssen die ersten Maschinen rein.“

„Wir sind sehr froh, dass es uns gelungen ist, die HettichGruppe in Frankenberg anzusiedeln“, blickte Bürgermeister Rüdiger Heß einige Jahrzehnte zurück. Seniorchef Anton Hettich habe schon vor 30 Jahren Weitblick bewiesen, als er sich auch das Grundstück für die heutige Erweiterung gesichert habe.

Ein Grußwort sprach auch Frank Blanke, Geschäftsführer des benachbarten Hettich-Druck- und Spritzguss-Werkes, das mit 450 Mitarbeitern unter anderem Komponenten für die Möbelindustrie produziert.

Beide Firmen sind künftig selbstständig. Die Castwerk GmbH & Co. KG soll am Donnerstag als eigenständige Firma ins Handelsregister eingetragen werden.

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