Frankenberg hat erstmals eine Klimaschutzmanagerin

Neue Mitarbeiterin der Stadt Frankenberg: (von links): Bürgermeister Rüdiger Heß stellte die neue Klimaschutzmanagerin Farima Tehranchi vor, mit dabei waren Erster Stadtrat Willi Naumann und Bauamtsleiter Karsten Dittmar. Foto:  mjx

Frankenberg. Die Stadt Frankenberg hat zum ersten Mal in ihrer Geschichte einen Klimaschutzmanager - konkret: eine Klimaschutzmanagerin.

Bürgermeister Rüdiger Heß stellte die gebürtige Iranerin Farima Tehranchi in dieser Woche im Stadthaus vor, ihre zunächst auf drei Jahre befristete Stelle bei der Stadtverwaltung hatte die 54-Jährige bereits Mitte Januar angetreten.

Hauptaufgabe der neuen Klimaschutzmanagerin ist unter anderem die Umsetzung und Steuerung des städtischen Klimaschutzkonzeptes - dazu gehört unter anderem die Untersuchung der städtischen Gebäude und Einrichtungen auf Energieeffizienz. „Vorrangiges Ziel ist aber die Öffentlichkeitsarbeit", sagte Bürgermeister Heß.

Für die Stelle des Klimaschutzmanagers habe es 73 Bewerbungen gegeben, erläuterte Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß, als er die neue Mitarbeiterin am Dienstagnachmittag bei einem Pressetermin offiziell vorstellte. Letztlich habe sich die Stadt nach einer Bestenauslese und nachfolgenden Einstellungsgesprächen für Farima Tehranchi entschieden. Die 54-Jährige führt den akademischen Grad Master of Engineering.

„Unser Ziel ist es, mit dem Klimaschutzmanager einen Ansprechpartner für die Bevölkerung zu haben“, sagte Heß - allerdings nicht als Konkurrenz zu gewerblichen Anbietern. Die Stelle wurde dem städtischen Bauamt mit Bauamtsleiter Karsten Dittmar zugeordnet.

Wie Farima Tehranchi bei ihrer Vorstellung sagte, lebt sie schon seit 28 Jahren in Deutschland. Sie wohnt in Aachen und pendelt jeweils nach dem Wochenende von der Familie in Aachen zu ihrer Arbeit nach Frankenberg - mit dem Zug. In Aachen studierte sie zunächst Architektur und arbeitete in einem Architekturbüro, parallel dazu machte sie aber auch schon Energieberatung. Trotz ihres Berufs entschloss sie sich noch zu einem weiteren Studium - letztlich mit dem akademischen Abschluss Master of Engineering.

„Klimaschutz, Umweltschutz und Gebäudemanagement gehörten immer zu meinen Schwerpunkten“, berichtete die neue Klimaschutzmanagerin. „Ich hoffe, dass ich zum Klimaschutzkonzept der Stadt meinen Beitrag leisten kann.“

Als wesentliche Aufgaben der neuen Klimaschutzberaterin nannte auch Bauamtsleiter Karsten Dittmar die Verwaltung der energieeffizienten Liegenschaften der Stadt sowie die Öffentlichkeitsarbeit: „Wir sind hier Auskunftsstelle und informieren die Menschen darüber, wo sie Fördermöglichkeiten haben und wer sie zu Hause konkret beraten kann.“ Für Bürger, die eine Erstberatung in Anspruch nehmen wollten, sei in den vergangenen vier Wochen daher schon umfangreiches Informationsmaterial zusammengestellt worden.

„Wir sind hier Auskunftsstelle und informieren die Menschen darüber, wo sie Fördermöglichkeiten haben und wer sie zu Hause konkret beraten kann.“

Die Kosten für die neue Klimaschutzmanagerin trägt weitgehend der Bund, und zwar durch eine Förderung in Höhe von 85 Prozent. „Auf die Stadt entfällt nur ein Eigenanteil von 15 Prozent“, informierte Bürgermeister Heß. (mjx)

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