Für eine klimagerechte Politik

Frankenberg: Hundert Menschen bei Fridays-for-Future-Demonstration

Baumpfleger und Landschaftsgärtnerinnen haben sich am gestrigen Freitag der Fridays-for-Future-Demonstration in Frankenberg angeschlossen
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Baumpfleger und Landschaftsgärtnerinnen haben sich am gestrigen Freitag der Fridays-for-Future-Demonstration in Frankenberg angeschlossen

Deutschland- und sogar weltwelt sind am Freitag Demonstranten der Fridays-for-Future-Bewegung auf die Straßen gegangen. Auch in Frankenberg versammelten sich rund 100 Menschen am Landratsamt.

Frankenberg – Unter dem Motto „#Allesfürs Klima“ protestierten Schüler und Erwachsene zwei Tage vor der Bundestagswahl für eine klimagerechte Politik. Dazu aufgerufen hatte die Fridays-for-Furture Ortsgruppe Frankenberg.Unter den Demonstranten waren diesmal auch Landschaftsgärtnerinnen und Baumpfleger.

„Wir wollen die Schüler bei ihrer Demonstration unterstützen“, sagte Landschaftsgärtnerin Melli Müller. Die Schäden des Klimawandels begegneten ihnen alltäglich im Beruf. „Zahlreiche Bäume sterben ab“, sagte Baumpflegerin Rebecca Forner. Um den Menschen das Thema Baumsterben nahe zu legen, trugen Melli Müller und Rebecca Forner symbolisch einen Baumstamm während der Demonstration durch die Stadt. „Es ist erschreckend, wie groß die Ignoranz gegenüber der Umwelt in der Politik und der Bevölkerung ist“, sagte Forner. Statt Vorsorge zu betreiben, könnten nur noch Schäden beseitigt werden. „Es gibt keine Alternative zur Natur“, sagte Forner.

Fridays-for-Future-Bewegung in Frankenberg: Rund 100 Demonstranten gingen durch die Stadt, um für eine klimagerechte Politik zu demonstrieren.

Vom Landratsamt zogen die Demonstranten über die Uferstraße bis zur Edertalschule. Die Polizei begleitete die Demonstration. Mit einem Megafon und zahlreichen Plakaten machten die Aktivisten auf sich aufmerksam. „Ohne Bäume keine Träume“ oder „Holzt keine Urwälder ab“ stand unter anderem auf den Schildern. Immer wieder riefen sie „Climate Justice – Now!“ Das bedeutet: Sie wollen Klimagerechtigkeit und das jetzt.

An der Edertalschule angekommen, gab es eine Kundgebung auf der Geismarer Straße. „Wir pusten CO2 in die Luft, als gebe es kein Morgen“, sagte Schüler Robin Kraus. Schüler gingen seit über zwei Jahren auf die Straße und kämpften für die Umwelt, aber getan haben sich seitdem nichts. Im gleichen Atemzug sagte er, dass sie weiter demonstrieren werden. Er animierte die zuschauenden Schüler, „sich in die Demo anzureihen.“

Schulsprecherin Ronja Fock sagte: „Es muss sich jetzt etwas ändern.“ Sie machte darauf aufmerksam, dass, wenn es so weitergehe, die Temperatur auf der Erde weiterhin exponentiell ansteigen würden.

„Hoch mit dem Klimaschutz, runter mit der Kohle“, riefen die Demonstranten im Chor und gingen weiter in Richtung Rathaus. „Wir brauchen einen Systemwechsel“, sagte Andreas Grede von der Agrarwende Nordhessen.

Durch die Fußgängerzone ging es wieder zurück zum Landratsamt.

Mehr Bilder zur Fridays-for-Furture-Demonstration gibt es in unserer Bildergalerie.

(Lea Beckmann)

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