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Frankenberg: Im Bereich der Wehrweiden soll ein Ederauenpark entstehen

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Von: Gerhard Meiser

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Im Bereich der Wehrweiden in Frankenberg soll in den nächsten zwei Jahren ein Ederauenpark entstehen. Grafik: Stadt Frankenberg
Im Bereich der Wehrweiden in Frankenberg soll in den nächsten zwei Jahren ein Ederauenpark entstehen. © Grafik: Stadt Frankenberg

Die Stadt Frankenberg will die Entwicklung der Grünflächen fortsetzen und im Bereich der Wehrweiden ein Ederauenpark entwickeln.

Frankenberg – Zwischen der Wilhelmstraße und der Röddenauer Straße in Frankenberg soll im Bereich der beiden Wehrweiden ein Ederauenpark entstehen. In die Planung sollen auch die Konzepte eingearbeitet werden, mit denen sich die Stadt – letztlich vergeblich – für die Landesgartenschau 2027 beworben hatte.

„Wir wollen unsere Stadt nachhaltig weiterentwickeln, mit mehr Grün und unter Berücksichtigung des Umwelt-, des Klima- und auch des Hochwasserschutzes“, fasst Bürgermeister Rüdiger Heß die städtebaulichen Planungen für den Bereich zwischen Wilhelmstraße und Röddenauer Straße zusammen. „Die Stadt soll dort mehr Aufenthaltsqualität und mehr Lebensqualität bekommen.“

Heß spricht insbesondere von einer „grünen Infrastruktur“ im Bereich der Wehrweide und entlang der Eder – zum einen für die Menschen, aber auch für die Tier- und Pflanzenwelt. Das „komplexe Projekt mit seinen vielschichtigen Anforderungen“ soll in den Jahren 2022 und 2023 realisiert werden.

Stadt plant Ederauenpark: Weiterer Brückenschlag über die Eder

Als wesentliche Elemente des Ederauenparks nennt Bauamtsleiter Karsten Dittmar einen weiteren Brückenschlag über die Eder zwischen dem Wohngebiet Ederdorf und der Jahnstraße in Form einer Fuß- und Radwegebrücke hin zur Kernstadt und zu den Arbeitsplätzen in den Gewerbegebieten; zudem die bereits im Bau befindliche Brücke zwischen kleiner und großer Wehrweide. Auf der großen Wehrweide findet immer die Tierschau anlässlich des Frankenberger Pfingstmarktes statt.

„Die neue Brücke kommt im März, das wird eine spannende Sache, dafür muss ein 400-Tonnen-Kran installiert werden“, sagt Dittmar. Ein weiterer Bestandteil des Gesamtkonzepts seien auch die zehn neuen Wohnmobilstellplätze auf der Wehrweide – auch dieses Projekt sei bereits beauftragt.

Auch der zugewachsene und größtenteils kanalisierte Wermersdorfer Bach soll nahe der Goßbergstraße wieder freigelegt werden. „Der Bach führt bislang ein Schattendasein, dabei gibt es dort wichtige und auch geschützte Pflanzenarten. Deshalb legen soll die Natur wieder ihren Raum bekommen“, sagt Heß.

Neben den neuen Wegeverbindungen „abseits der großen Straßen“ solle auch ein neuer Anschluss vom geplanten Ederauenpark vorbei an der Frankenberger Bank zum Ederuferpark gestaltet werden, erklärte Dittmar und nannte auch die weitere Freilegung des Nemphe-Baches: „Dadurch wird dieser Bereich für die Menschen eine andere Wahrnehmung erhalten.“

Wie berichtet, soll auch die Garagenanlage im Bereich Kloster/Jahnstraße verschwinden. Der Parkplatz dort wird neu gestaltet. Der Ostflügel des Landratsamtes war bereits im vergangenen Herbst abgerissen worden, „Damit bekommen wir ein Kloster an einem Grüngürtel anstatt ein Kloster an einem Asphaltparkplatz“, sagt Dittmar.

Stadt plant Ederauenpark: Hochwasserschutz ein wichtiges Ziel

Ein wichtiges Thema für die Stadt sei auch der Hochwasserschutz in der Jahnstraße und den dahinter liegenden Quartieren in Richtung Bahnhofstraße. „Für dieses Problem sollen zusammen mit dem Ederauenpark Lösungen gefunden werden“, erklärte Karsten Dittmar. „Entlang der Eder soll mehr Retentionsraum entstehen“, fügte Bürgermeister Heß an. Dadurch könne sich bei Hochwasser auf einer größeren Breite ein niedrigerer Wasserstand einstellen.

Am Frankenberger Wehr solle als Fischpass ein naturnaher Bachlauf als Umgehungsrinne für Fische entstehen. Ferner sollen auf dem ganzen Areal auch Bänke, Blühwiesen und Staudenbeete angelegt werden, damit sich die Menschen dort aufhalten und wohlfühlen können.  (Gerhard Meiser)

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