Verbesserungen für Bürger 

Dienste online abrufen: Frankenberg ist auf dem Weg zur digitalen Verwaltung 

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Webauftritt der Stadt Frankenberg: Bürgerdienstleistungen können künftig per PC oder Smartphone angefordert werden. 

Frankenberg – Die Zukunft der Verwaltung ist digital – in der Praxis soll dafür das 2017 in Kraft getretene Online-Zugangs-Gesetz sorgen.

Es sieht vor, dass bis Ende 2022 alle Verwaltungsleistungen auch online und damit digital angeboten werden sollen. Die Stadt Frankenberg ist dabei, dieses Angebot umzusetzen.

„Die digitalen Prozesse und Dienstleistungen sollen Verbesserungen bringen – für Bürgerinnen und Bürger, aber auch für die eigenen Verwaltungsprozesse“, sagt Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß in einer Pressemitteilung.

So gelte es, die gesetzlich geforderten Dienstleistungen online verfügbar zu machen und gleichzeitig die internen Verwaltungsabläufe zu digitalisieren, papierbasierte Vorgänge zu reduzieren und Prozesse zu vereinfachen.

Zur Umsetzung erläutert Frankenbergs Bürgermeister folgendes:

Smart-City-Charta

Ein reines Dokumentenmanagementsystem reicht nicht aus, um den Anforderungen der Digitalisierung zu begegnen. Frankenberg orientiert sich bei der digitalen Transformation an der „Smart City Charta“ des Bundesumweltministeriums. Diese sieht vor, den Wandel der Städte hin zu Smart Cities nachhaltig zu gestalten und an den digitalen Prozessen die ganze Bevölkerung zu beteiligen.

Bei der Umsetzung in die Praxis arbeitet die Stadt wie viele andere Gemeinden und Landkreise eng mit Hessens größtem kommunalen IT-Dienstleistungsunternehmen, der ekom21, zusammen. So soll eine möglichst durchgängige Struktur und einheitliche Ausgestaltung von Verwaltungsleistungen geschaffen werden.

Online-Steuerakte

Frankenberg wird sogar zur Pilotkommune für die Einführung der eSteuerakte – also elektronische Steuerakte – mit anschließender Archivierung. Das heißt, Frankenberg ist die erste Kommune, bei der das System noch im Herbst 2019 eingeführt wird. Mittelfristig können damit Steuer- und zum Teil auch Gebührenbescheide digital versendet werden. „Das erleichtert und beschleunigt die Bearbeitung von Gewerbe- und Grundsteuer, Abfallgebühren, Straßenreinigung, Kitagebühren und mehr“, sagt Heß.

Online-Dienste

Bereits jetzt sind einige der kommunalen Dienstleistungen online abrufbar. So können Bürger ihre Sperrmüllanmeldung über die Webseite abwickeln, den Online-Abfallkalender nutzen oder vor Wahlen ihren Internetwahlschein beantragen. Auch die Stadtbücherei sei mit der Onleihe und dem von überall abrufbaren OPAC-Katalog auf der Höhe der Zeit.

Online-Bezahlfunktion

Die Stadtverwaltung hat zudem im August die Digitalisierungsplattform Civento beauftragt. Darüber wird ab 2020 die Einführung eines ePayment-Systems vorangetrieben. Das System erlaubt zukünftig, verschiedene Dienstleistungen direkt über die städtische Webseite zu beantragen und direkt zu bezahlen. Die Anwendung unterstützt die gängigen Online-Bezahlmöglichkeiten wie PayPal, EC- und Kreditkarte – „natürlich unter Einhaltung der nötigen Sicherheitsstandards“, betont Heß.

Digitaler Service

Die Online-Bezahlfunktion ist Voraussetzung für weitere digitale Services. So sollen Frankenberger Bürger schon in einigen Monaten Urkunden vom Standesamt anfordern können, Serviceleistungen bezahlen, Meldebescheinigungen beantragen oder die Ederberglandhalle buchen können.

Auch die Platzsuche und Anmeldung für die Kitas ist voraussichtlich schon 2020 online möglich.

„Die bei der Digitalisierung nötig Entwicklung und Einführung neuer Organisationsstrukturen ist zeitaufwendig und kostet Geld“, gibt Heß zu Bedenken. Darum sei eine Priorisierung von Aufgaben und Zielen nötig. „Statt prestigeträchtiger Insellösungen steht die nachhaltige digitale Entwicklung der Stadt im Mittelpunkt. Nur so können wir die Hoheit über Daten und Infrastruktur behalten und zum Wohle der Allgemeinheit einsetzen.“ 

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