Stadt schmückt sich mit großem Renaissance-Künstler

Frankenberg erhält den Namenszusatz Philipp-Soldan-Stadt

Namenszusatz: Vor dem historischen Frankenberger Rathaus, das mit Philipp Soldans Huckepack-Figuren geschmückt ist, präsentieren (von links) Stadtverordnetenvorsteher Rainer Hesse, der Hessische Innenminister Peter Beuth, Bürgermeister Rüdiger Heß und Erster Stadtrat Thomas Rampe das neue Ortsschild mit dem Namenszusatz des Renaissance-Künstlers. Foto: Biedenbach

Frankenberg. Nun ist es offiziell: Der Hessische Innenminister Peter Beuth hat Frankenberg den Namenszusatz „Philipp-Soldan-Stadt“ verliehen – zur Erinnerung an den Bildhauer, Holzschnitzer, Maler und Formenschneider für Eisengussplatten, Philipp Soldan. Er lebte von etwa 1500 bis 1570 in Frankenberg.

„Soldan war einer der bedeutendsten Bildhauer im deutschsprachigen Raum des 16. Jahrhunderts“, lautet das Urteil des Hessischen Landesarchivs. Diese Stellungnahme gab den Ausschlag für die Verleihung des Namens, erläuterte der Innenminister bei der Feier am Dienstagabend.

„Der Zusatzname soll kein Reklame-Slogan sein oder wirtschaftlichen Zwecken dienen“, betonte der Minister. „Er bezieht sich auf geschichtliche Ereignisse, Persönlichkeiten oder Umstände, die eine Stadt auszeichnen.“ Der Name solle identitätsstiftend sein. „Die Menschen suchen Verbundenheit und finden darin auch ein Stück Heimat und einen gewissen Halt“, erläuterte Beuth das Ziel bei der Auszeichnung.

Frankenberg ist die 53. Stadt in Hessen, die einen Namenszusatz bekommt, und reiht sich damit ein in Orte wie die documenta-Stadt Kassel, die Brüder-Grimm-Stadt Hanau und die Hansestadt Korbach (Hintergrund).

Mit großer Freude nahm Bürgermeister Rüdiger Heß die Verleihungsurkunde entgegen. Er dankte allen, die sich für die Namensauszeichnung eingesetzt hatten, und erinnerte daran, dass 2017 mit einer Philipp-Soldan-Ausstellung der große Sohn der Stadt bereits in den Mittelpunkt gerückt worden war.

In Frankenberg wohl am bekanntesten sind die von Soldan gestalteten Huckepackfiguren am Alten Rathaus und der Philippstein im Kloster Haina. Von hohem künstlerischen Wert sind vor allem seine Ofenplatten. Soldan wird mit Künstlern wie Albrecht Dürer und Lucas Cranach verglichen.

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