Frankenberg plant erstmals inklusiven Rosenmontagsumzug

„Die Welt ist bunt“: Unter diesem Motto wird sich am Rosenmontag der 1. inklusive Faschingsumzug durch die Straßen von Frankenberg bewegen. Die Idee kommt von Schülern der 6. Klasse der Friedrich-Trost-Schule, (von links) Schulsozialarbeiterin Petra-Maria Knell, Förderschullehrerin Kathrin Schäfer, die Schüler Marcello Schirru, Anton Lindner und Maximilian Kulfanek, Evelin Jacobs von der Familienstadt und Bürgermeister Rüdiger Heß. Foto: zhm

Frankenberg. In Frankenberg soll am kommenden Rosenmontag, 16. Februar, zum ersten Mal ein inklusiver Karnevalsumzug durch die Stadt stattfinden.

Inklusiv bedeutet: Menschen mit und ohne Behinderung nehmen daran teil, vor allem Schüler.

Die Idee entstand an der Frankenberger Friedrich-Trost-Schule, wo lernhilfebedürftige Kinder und Jugendliche unterrichtet werden. „Wir hoffen, dass unsere Schule mit dem bunten Faschingsumzug ein Zeichen setzen kann", sagt Schulsozialarbeiterin Petra-Maria Knell.

Der Rosenmontagsumzug startet am Montagmorgen um 10 Uhr am Frankenberger Rathaus und wird durch die Altstadt zum Landratsamt ziehen, wo ab 11 Uhr eine Freiluft-Karnevalsparty stattfinden soll.

„Die Welt ist bunt - wir machen sie bunter“: Marcello Schirru aus Laisa, Schüler der 6. Klasse der Frankenberger Friedrich-Trost-Schule freut sich gemeinsam mit seinem Mitschülern und seinen Lehrerinnen auf den kommenden Rosenmontag. Dann nämlich will er mit über 600 Mitschülern der Frankenberger Schulen und, so hofft er, unter einer tollen Beteiligung der Bevölkerung in bunten Kostümen und passender Musik die „Familienstadt mit Zukunft“ in eine „Karnevalshochburg“ verwandeln.

Entstanden ist die Idee zu dem Rosenmontagsumzug im projektorientierten Unterricht seiner Schule. Voller Begeisterung berichtet der junge Schüler über die Ideen, die er und seine Mitschüler nun selbständig in die Tat umsetzen wollen. „Die Vorbereitung hat uns allen viel Spaß gemacht,“ sagt der junge Marcello.

„Wir freuen uns, dass Inklusion in unserer Stadt ein Thema ist, dass Menschen mit und ohne Behinderung ein bewusstes Miteinander erfahren“, zeigte sich Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß sichtlich erfreut über den bevorstehenden Rosenmontagszug in Frankenberg, auf den mit bunten Plakaten in der Innenstadt hingewiesen wird. „Hallo, Frankenberger Karnevalsfreunde, macht einfach mit,“ so die Aufforderung des Bürgermeisters, „unterstützt die tolle Idee unserer Schüler der Friedrich-Trost-Schule.“ Mit von der Partie ist auch der integrative Chor der Frankenberger Seniorenresidenz in der Wilhelmstraße. (zhm)

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