Demo gegen Rassismus vor Landratsamt

Black Lives Matter: Jugendliche demonstrieren in Frankenberg

 Rund 70 Menschen demonstrieren vor dem Frankenberger Landratsamt gegen Rassismus. Sie schwenken Fahnen und halten Banner in ihren Händen.
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„Black lives matter“-Demonstration am Landratsamt in Frankenberg: Rund 70 Menschen demonstrierten friedlich mit Abstand und Maskenschutz gegen Rassismus. Es gab mehrere Musik- und Redebeiträge.

Auch in Frankenberg zählen schwarze Leben. Das war eine der Botschaften der Teilnehmer der „Black lives matter“-Demonstration am Freitag vor dem Landratsamt in Frankenberg.

Organisiert wurde die Veranstaltung von der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ), die nach der Veranstaltung die Gründung einer Abteilung Frankenberg bekanntgab.

Die Teilnehmer waren zum Großteil Schüler, Studenten und Azubis im Alter von 16 bis 20 Jahren. Viele waren aus Kassel und Marburg angereist. Demonstriert wurde gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.

Gewaltfrei gegen Rassismus demonstrieren

Luis Menzler, 18-jähriger Schüler aus Frankenberg und Mitorganisator, erklärt die Aktion so: „Als Sympathisanten der SDAJ haben wir uns heute hier versammelt, um in einem gewaltfreien und demokratischen Rahmen gegen Rassismus zu demonstrieren.“ Dieser komme auch im Alltag in Deutschland immer noch viel zu häufig vor. Zwar sei Polizeigewalt sicherlich nicht so verbreitet wie in den USA, doch komme es auch in Deutschland immer wieder zu rassistisch motivierten Vorfällen und Gewalt.

Rassismus sei häufig nicht augenfällig und an extremen Taten, sondern an einer latenten Stimmung, Witzen und Benachteiligungen bei der Wohn- und Arbeitssuche festzumachen. „Es darf in Deutschland keinen Raum und keine Zeit mehr für Fremdenfeindlichkeit geben“, rief Mitorganisatorin Janne Kesper den Teilnehmern zu. Unterstützt wurde sie dabei von mehreren Mitrednern und den Beats klassischer Black-Music-Hits.

Rassismus: Ursachen statt Auswirkungen bekämpfen

Menzler ergänzt, dass es ihm weniger um die Auswirkungen als viel mehr um die Ursachen von Fremdenhass gehe. „Man muss da ansetzen, wo die Problematik greifbar ist, und das ist zum Beispiel hier im alltäglichen Verhalten vieler Bürger der Dörfer und kleineren Städte.“ Es gelte, die Menschen für das Problem zu sensibilisieren und auf die Bedeutung von Gleichberechtigung, kultureller Vielfalt und friedlichem Miteinander hinzuweisen.

Die Veranstaltung lief friedlich und mit Einhaltung der Corona-Regeln ab. Jörg Petter, Leiter der Frankenberger Polizeistation, betonte die harmonische und friedliche Art der Demonstration dank der Organisatoren und Teilnehmer und der Befolgung sämtlicher Empfehlungen.

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