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Frankenberg: Sprungschanze in der Jahnstraße soll bald verschwinden

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Von: Gerhard Meiser

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Sprungschanze: Der unschöne Anstieg an der Ampelanlage Uferstraße/Jahnstraße in Frankenberg soll im nächsten Jahr verschwinden. Von den Bürgern der Stadt wurde der kleine Hügel schon „Sprungschanze“ genannt.
Sprungschanze: Der unschöne Anstieg an der Ampelanlage Uferstraße/Jahnstraße in Frankenberg soll im nächsten Jahr verschwinden. Von den Bürgern der Stadt wurde der kleine Hügel schon „Sprungschanze“ getauft. © mjx

Die Umgestaltung des Umfeldes am Landratsamt und der Jahnstraße in Frankenberg war Thema in der Herbstversammlung des Kaufmännischen Vereins Frankenberg. Bürgermeister Rüdiger Heß berichtete vom aktuellen Stand und den Plänen der Stadt.

Frankenberg – Das Landratsamt im ehemaligen Kloster St. Georgenberg sei ein repräsentatives Gebäude in der Innenstadt“, sagte Bürgermeister Heß den Kaufleuten. „Das Kloster und das Klosterumfeld sollen in die moderne Stadtentwicklung integriert werden.“ Deshalb solle dort auch die Nemphe renaturiert werden. Der Bach war beim Bau der Bundesstraße durch Frankenberg (heute Uferstraße) Ende der 1960er-/Anfang der 1970er-Jahre kanalisiert worden. „Die Nemphe wird wieder ihren alten, natürlichen Verlauf bekommen“, sagte Heß.

Auch der Klostergarten solle wieder mit Leben erfüllt werden, entsprechende Planungen seien auch dem Landkreis schon vorgestellt worden. „Dort sind die Pläne außerordentlich gut beurteilt worden“, merkte Heß an. Ein Dorn im Auge ist ihm aber nach wie vor allerdings das „Torhaus“ der Klosteranlage, das beim Abriss des Ostflügels im vergangenen Jahr stehen gelassen wurde. „Ich hätte dieses Gebäude abgerissen und dort ein schönes Fachwerkhaus, beispielsweise aus dem Hessenpark, errichtet“, gab der Bürgermeister zu. „So hätte dieser Bereich viel schöner werden können.“

Stadt hat Garagen gekauft und abgerissen

Nach den Worten von Heß soll im kommenden Jahr auch die „Sprungschanze“ im Kreuzungsbereich Jahnstraße/Uferstraße verschwinden. „Dann wird auch die Ampelanlage auf ihre richtige Höhe kommen.“ Auch das „wilde Parken“ im Bereich der ehemaligen Garagen – die Stadt hatte alle Garagen aufgekauft und abgerissen – werde es zukünftig nicht mehr geben. Stattdessen solle es in der Jahnstraße künftig Möglichkeiten für Nahmobilität, ÖPNV und Fahrradstellplätze geben. Auch eine etwa 2,20 Meter hohe Klostermauer solle wieder entstehen.

Klosteranlage: Zwischen dem früheren Kloster und der Jahnstraße soll eine 2,20 Meter hohe Mauer entstehen.
Klosteranlage: Zwischen dem früheren Kloster und der Jahnstraße soll eine 2,20 Meter hohe Mauer entstehen. © Meiser, Gerhard

Die Abstimmungen mit dem Landkreis seien bereits erfolgt, auch dass der Klostergarten künftig als Veranstaltungsfläche genutzt werden soll, teilte der Bürgermeister mit. „Der Frankenberger Lions-Club hat dafür schon 100 Rosen gespendet, damit man dort flanieren und die Innenstadt genießen kann“, sagte Heß. „Wir werden dort Qualität bekommen.“ Für die weiteren Entwicklungsmaßnahmen werde es auch wieder entsprechende Fördergelder geben. Den Abschluss der Arbeiten erwartet er etwa bis Ende 2023.

Finanzielle Förderung erwartet Heß auch zum Thema „Zukunft Innenstadt“ – beispielsweise für Projekte wie City-Marketing, Beleuchtungen oder verschiedene Veranstaltungsformate. Auch das Thema „Philipp Soldan“ solle noch mehr in den Mittelpunkt gerückt werden, informierte der Bürgermeister. „Wir brauchen Ziele und Strategien, um Fördergelder bekommen zu können“, machte Heß deutlich.

Die Ziele der Kaufleute seien dabei mitbeinhaltet. Heß: „Wir wollen gemeinsam weiter vorangehen.“ Für die Wehrweide kündigte er auch noch 140 neue Parkplätze an. „Wir sind auf einem guten Weg“, kommentierte Kaufleute-Chef André Kreisz die Ausführungen des Bürgermeisters.  

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