Stadtteile sollen gefördert werden

Frankenberg will sich für Dorfentwicklungsprogramm bewerben

Der Kirch- und Kulturplatz in Geismar ist eines der herausragenden Projekte in der abgeschlossenen Dorfentwicklung Geismar/Dörnholzhausen. Nun will sich die Stadt Frankenberg mit allen zwölf Stadtteilen für das Förderprogramm bewerben.
+
Der Kirch- und Kulturplatz in Geismar ist eines der herausragenden Projekte in der abgeschlossenen Dorfentwicklung Geismar/Dörnholzhausen. Nun will sich die Stadt Frankenberg mit allen zwölf Stadtteilen für das Förderprogramm bewerben.

Frankenberg will sich mit seinen Stadtteilen für die neue Förderperiode des hessischen Dorfentwicklungsprogramms bewerben, die 2021 beginnt und bis 2028 läuft.

Frankenberg - In diesem Jahr werden zehn neue Kommunen in das Förderprogramm des Landes Hessen aufgenommen, teilt die Stadt Frankenberg in einer Pressemitteilung mit. Die Bewerbung steht auf der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag, 29. April 2021, (19 Uhr DGH Geismar).

Erst im Herbst 2020 wurde die Dorfentwicklung in den beiden Frankenberger Stadtteilen Dörnholzhausen und Geismar abgeschlossen. Insgesamt mehr als 80 private und städtische Bau-, Sanierungs- und Gestaltungsprojekte seien dort umgesetzt worden. Allein in die städtischen Projekte wurde rund eine Million Euro investiert. Das Gesamtinvestitionsvolumen betrug 4,5 Millionen Euro.

„Die positive Entwicklung der 13 Frankenberger Stadtteile ist die Hauptaufgabe der Stadt. Wir setzen unsere Investitionsschwerpunkte aus wirtschaftlichen Gründen in der Regel vor allem dort, wo Fördermittel zur Verfügung stehen oder akquiriert werden können“, erklärt Bürgermeister Rüdiger Heß.

„In den letzten Jahren hat der Entwicklungsfokus neben Dörnholzhausen und Geismar vor allem auf der Kernstadt gelegen.“ Nun plane die Stadt eine Bewerbung für das Dorfentwicklungsprogramm für die gesamte Stadt. Bis Ende Mai muss der Antrag beim Landkreis vorliegen.

Kernstadt bleibt außen vor

In der Förderperiode ist die Kernstadt aufgrund der Einwohnerzahl außen vor, hier sei keine Projektförderung möglich. Ganz im Mittelpunkt des Programms stehen damit die anderen zwölf Stadtteile. „Die Dorfentwicklung in Dörnholzhausen und Geismar hat eindrucksvoll gezeigt, was in solch einem Zeitfenster möglich ist“, so Heß. „Das Ziel ist ein gemeinsames Förderkonzept, das die gesamte Stadt weiterbringt und die Lebensqualität langfristig sichert.“

„Die Dorfentwicklung setzt unglaubliche Potenziale frei“, ist Heß sicher. Sie motiviere auch zum Dialog über gesellschaftliche Themen wie die Altersstruktur im Ort, die Innenentwicklung, die Aufenthaltsqualität und das gemeinsame Dorfleben.

Nach der offiziellen Bewerbung beim Landkreis schließt sich im Erfolgsfall eine Konzeptphase an. Diese Phase ist geprägt von einer breit angelegten Bürgerbeteiligung, bei der verschiedene Akteure, Institutionen und Privatleute gemeinsam ein Leitbild, Ziele und einen Handlungsleitfaden erarbeiten. Erst danach beginnt die Umsetzungsphase bis 2028.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.